Der Moskitocopter soll sterilisierte Mückenmännchen in Zika-Gebiete bringen Quelle: Unbekannt

Weltweit stecken sich immer mehr Menschen mit dem Zika-Virus an, das durch Stechmücken übertragen wird. Wie eine Firma aus Deutschland die Ausbreitung verhindern will.

Stuttgart - Weltweit stecken sich immer mehr Menschen mit dem Zika-Virus an, das durch Stechmücken übertragen wird. Nun will eine Firma aus Deutschland mit ihren Drohnen eine weitere Ausbreitung verhindern. Eine Möglichkeit ist, sterilisierte ­Mückenmännchen in den betroffenen Gebieten auszusetzen. Paaren diese sich mit den Mückenweibchen, gibt es keinen Nachwuchs. Die Frage ist bislang: Wie bekommt man die sterilisierten Männchen lebend in die oft entlegenen Gebiete. Da kommen die Drohnen ins Spiel. Das Virus hat sich von Brasilien aus in 26 Länder verbreitet – es steht im Verdacht bei einer Infizierung von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei den Babys auszulösen.

„Gegenüber dem Ausbringen von Pestiziden ist der Einsatz des Moskitocopters deutlich umweltverträglicher, kosteneffizienter und nachhaltiger“, sagte Dirk Liebegall, Geschäftsführer des Drohnenherstellers Height Tech in Meerbusch, unserer Zeitung. Das System sei in in Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Programm der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) entwickelt worden – speziell für die Bekämpfung von durch Mücken übertragenen Krankheiten. „Unser gemeinsamer Lösungsansatz ist ein Flugsystem, das über eine Vorrichtung verfügt, mit der sich sterilisierte Insekten sicher transportieren und präzise verteilen lassen“, so Liebegall.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Montag den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen – in Brasilien könnten sich bis zu 1,5 Millionen Menschen infiziert haben – aber 80 Prozent merken dies nicht, da Zika bisher eher harmlos verlief: leichte Kopfschmerzen, Rötungen und Kopfschmerzen können Symptome sein. Das ­Virus ist nachweislich auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragbar. Bestätigte Fälle von Schädelfehlbildungen gibt es in Brasilien seit Oktober bisher 404 – davon haben sich 17 Frauen während der Schwangerschaft mit Zika infiziert.

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