Vorsicht bei Nachrichten auf Facebook! Foto: AP

Im Messenger werden Links verschickt, mit denen der Empfänger auf angebliche Youtube-Links gelockt werden soll. Das fiese: die Nachrichten kommen von den eigenen Facebook-Freunden.

Stuttgart - Sie wirken vertrauenserweckend und machen neugierig: die Nachrichten, die gerade im Facebook-Messenger herumgehen und dem eigenen Facebook-Account gefährlich werden können. Denn sie gehören zu einer neuen Betrugsmasche. Davor warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen. Das besonders fiese an ihr: die Nachrichten kommen Facebook-Freunden.

Laut LKA Niedersachsen werden im schlimmsten Fall die Daten der Nutzer geklaut und Schadsoftware auf dem Rechner oder Smartphone installiert, wenn der Link in der Nachricht amgeklickt wird. In der Nachricht ist ein Link zu einem vermeintlichen Youtube-Video enthalten, in dem der Empfänger zu sehen sein könnte. Mit Sätzen wie „Schau dich an...“ oder „Du?“ werde der Angeschriebene neugierig gemacht, schreibt die Polizei und warnt davor, den Link anzuklicken.

Betrüger können Zugriff auf sensible Daten bekommen

Wer auf den Youtube-Link klickt, kann verschiedene Probleme bekommen. So kann es sein, dass der Nutzer auf eine gefälschte Facebook-Login-Seite umgeleitet wird. Die Seite sieht zwar aus wie Facebook, ist aber nicht echt, warnt das Landeskriminalamt. Werden dort die Zugangsdaten eingegeben, landen die Daten bei den Betrügern, die dann Zugriff auf das eigene Facebook-Profil bekommen.

Diese sogenannten Phishing-Versuche erfolgen nach Angaben der Polizei aber nur, wenn der Link über ein Smartphone geklickt wird. Wird der Link von einem Computer aus angeklickt, würde man auf der Youtube-Startseite landen. Das angepriesene Video, in dem der Nutzer angeblich zu sehen sein soll, existiert nicht.

Laut Polizei kann es auch vorkommen, dass der Link nicht auf eine falsche Facebook-Seite führt, sondern auf Seiten mit Schadsoftware oder Werbung. Das könne dazu führen, dass man nun selbst solche Nachrichten auf Facebook verschickt. Es ist auch möglich, dass unseriöse Addons in Browsern oder Schadsoftware auf den Geräten installiert wird.

Was hilft, wenn man auf die Masche reingefallen ist

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Anklicken solcher Links. Auf keinen Fall sollten zusätzliche Apps oder Programme installiert werden, wenn man dazu aufgefordert wird. Das LKA gibt Tipps, wenn man selbst oder ein Freund auf die Masche hereingefallen ist:

– Wenn ein Freund eine solche Nachricht schickt, sollte er darauf hingewiesen werden, dass er Betrugsnachrichten verschickt

– Ist man selbst auf die Masche hereingefallen, sollte man den Messengerverlauf überprüfen und vorsorglich die eigenen Freunde informieren

– Wenn man die eigenen Zugangsdaten auf einer gefälschten Facebookseite eingegeben hat, sollte man unverzüglich sein Passwort auf der echten Facebookseite ändern

– Grundsätzlich empfiehlt es sich, einen Virenscanner auf den Geräten zu installieren. Ist die Schadsoftware bereits auf dem Smartphone installiert, gibt es auf der Website des Landeskriminalamts eine Anleitung, wie ein möglicher Trojaner wieder entfernt werden kann.

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