Mit Blumen und Kuscheltieren nehmen Angehörige Abschied vom kleinen Roman, der von seiner Mutter getötet wurde. Foto: dapd

Mit einer Gedenkfeier wurde am Samstagabend der Opfer des Amoklaufs von Lörrach gedacht.

Lörrach - Mit einer ökumenischen Gedenkfeier haben die evangelische und die katholische Kirche am Samstagabend der Opfer des Amoklaufs von Lörrach gedacht. In der Kirche St. Bonifatius erklangen ruhige Orgeltöne, die Menschen beteten und sangen in Trauer und Betroffenheit.

Der Pfarrer der Christuskirche, Falk von Uslar-Gleichen, beschrieb vor voll besetztem Kirchenschiff bewegend die Ereignisse des vergangenen Sonntag: „Am freundlichen Himmel eines Spätsommerabends... schwarze Wolken. In der Ruhe einer kleinen Stadt... eine Explosion. Im Frieden einer Nebenstraße... ein Sturm der Gewalt. In Häusern der Geborgenheit... Schüsse und Tod.“

Die Pfarrer bezogen auch die Amokschützin mit in ihre Gebete ein. Es wurden vier Menschen „so plötzlich und tragisch aus dem Leben gerissen“, sagte der katholische Pfarrer Matthias Ibach. Auch Vertreter der örtlichen Baptistengemeinde beteiligten sich an den Fürbitten, die an die 18 Verletzten, die Beobachter der Schießerei und die Hilfeleistenden gerichtet wurden.

Opfer der Amokschützin beigesetzt

Der ehemalige Lebensgefährte und das fünfjährige Kind der Schützin wurden am Samstag in Schopfheim beerdigt. Der getötete Pfleger, der durch sein Eingreifen im Elisabethen-Krankenhaus wohl weitere Taten verhindert hat, war bereits am Freitag beigesetzt worden.

In einem Online-Kondolenzbuch der Stadt Lörrach haben sich bereits rund 300 Menschen eingetragen. Viele schrieben auch in das Kondolenzbuch der Kirche, während weiterhin zahlreiche Kerzen an den Orten des Geschehens brennen.

Auf den drei Spendenkonten für die Familie des getöteten Pflegers und die Betroffenen des Wohnhausbrandes gingen zahlreiche Spenden aus dem In- und Ausland ein.

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