Auf der Inschrift des Holzkreuzes wurde Guido Westerwelle um sechs Jahre jünger gemacht. Foto: dpa

Nach der bewegenden Trauerfeier für Guido Westerwelle in Köln folgte die Beisetzung auf dem Melatenfriedhof. Dort kam es zu einer kleinen Panne mit Augenzwinkereffekt.

Köln - „Vergesst das Lachen nicht ...“ – diese Botschaft gab Guido Westerwelle posthum all seinen Freunden und Weggefährten mit, die am Samstag in einer bewegenden Trauerfeier Abschied von ihm genommen haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in einer sehr persönlichen Ansprache, sie und Westerwelle hätten sich auch nach seiner Amtszeit als Außenminister nie aus den Augen verloren. „Wir haben uns immer auch über das Leben ausgetauscht.“

Westerwelle sei ein leidenschaftlicher Politiker gewesen, ein empfindsamer und streitbarer Mensch, der sie ebenso „zur Weißglut“ wie zum Lachen habe bringen können, erzählte Merkel. Der FDP-Politiker werde ihr als „überzeugter Vertreter des deutschen Liberalismus“ und Kämpfer für Menschenrechte und Freiheit fehlen, vor allem aber: „Ich persönlich werde dich auch als Menschen und Vertrauten vermissen.“

„Vergesst das Lachen nicht ...“ – unter diesem Leitspruch könnte man auch die kleine Panne bei der anschließenden Beisetzung auf dem Kölner Melatenfriedhof verbuchen: Die Inschrift des Holzkreuzes macht Guido Westerwelle um sechs Jahre jünger. Offenbar wurde hier die Eins mit einer Sieben verwechselt. So steht als Geburtsdatum 27.12.1967 statt 27.12.1961 auf dem Kreuz.

Eine Verwechslung, die Guido Westerwelle sicher ein Augenzwinkern entlockt hätte.

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