Das Restaurant Vinayaga: Mittags kocht Nalliah Nerosan vor. Foto: factum/Weise

Schnell und preiswert: das sind zumeist die Kriterien, nach denen Speiselokale um die Mittagszeit bewertet werden. Wir haben aktuell einen Inder getestet – das Vinayaga in der Karlstraße. Es richtet sich an gute Esser.

Ludwigsburg - Für jemanden, der mittags schnell und gut essen möchte, liegt das indische Restaurant Vinayaga nicht besonders zentral. An der Karlstraße gelegen, kurz vor der Hauptverkehrsstraße Ludwigsburgs, der Stuttgarter Straße, kann man die Gaststätte trotz des bunten Schilds an der Eingangstür leicht übersehen. Dass das Vinayaga dennoch durchaus einen Besuch wert ist, zeigt unser Gastro-Test.

Das Restaurant bietet exotische und zum Teil sehr scharfe Gerichte zu einem nahezu unschlagbaren Preis: Für 6,90 Euro kann der Gast sich an einem umfangreichen Büfett bedienen, so oft er will. Mittags gibt es stets eine Suppe, vier verschiedene Gerichte, ein Salatbüfett sowie einen Nachtisch.

Manchmal gibt es Cremesuppe

Die Suppe ist meist eine klare Brühe mit Gemüseeinlage, manchmal jedoch auch eine Cremesuppe. Dazu kann man sich stets Pappadam, frittierten Linsenfladen, oder manchmal auch das reichhaltigere Naan-Brot nehmen. Aber nur nicht zu viel davon essen, sonst fehlt der Hunger für die sehr guten Hauptgerichte.

Es stehen vier zur Auswahl: Stets eines mit Hühnchen, das berühmte Chicken Curry, jedoch in unterschiedlichen Ausprägungen, mal mehr mit Kokosnote, mal mit Mango. Die anderen Gerichte sind vegetarisch, beispielsweise ein Linseneintopf oder Brokkoli mit Erbsen in scharfer Soße. Wer es besonders scharf mag, sollte bei den ceylonesischen Gerichten zugreifen. Meist erkennt man sie an der dunkleren Färbung der Soße. Vorsichtigere Naturen können natürlich auch zuerst nur eine Probierportion von jedem Gericht auf den Teller nehmen. Gut schmecken sie alle. Weil indische Speisen meist mit Butter gekocht werden, müssen Veganer à la carte bestellen, bekommen das Gericht aber zum selben Preis wie das Büfett.

Inhaberfamilie stammt aus Sri Lanka

Der Mix aus indischen und ceylonesischen Speisen rührt daher, dass die Inhaberfamilie aus Sri Lanka, ehemals Ceylon genannt, stammt. Nalliah Nerosan kam vor 25 Jahren nach Deutschland. Im Jahr 2002 eröffnete er zusammen mit einem Freund das erste Ganesha-Restaurant in Stuttgart. Heute gibt es in der Landeshauptstadt noch zwei Ableger des beliebten indischen Restaurants.

Auch das Vinayaga in Ludwigsburg ist kein Einzelkind: Das erste Vinayaga eröffnete 2011 im Stuttgarter Osten. Zwei Jahre später folgte der Ableger in Ludwigsburg. Die Einrichtung ist stilvoll, Teakholz-Möbel, an den Wänden indische Gemälde. Der Innenraum, der Platz für etwa 70 Personen hat, wirkt ein wenig dunkel. Alternativ gibt es eine Terrasse, die sommers geöffnet ist.

Die Gästezahlen schwanken stark

Platz gibt es also genug. Auffällig ist, dass die Gästezahlen stark schwanken. An manchen Tagen ist das Restaurant nahezu voll, manchmal sind aber auch nur zwei oder drei Tische belegt. Ein Geheimtipp eben. In jedem Fall braucht man sich aber keine Sorgen zu machen, es würde zu lange dauern: Das Essen ist ja schon da, bevor man ins Restaurant kommt.

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