Im Vier Giebel beim Hans-Im-Glück-Brunnen entstehen nicht nur Wohnungen und Büros, auch neue Gastro-Spots ziehen in die Stuttgarter Innenstadt. Wir zeigen, was geplant ist.
Nach dem Ärger um die lange Bauzeit und Absperrungen, die die Geißstraße am Hans-im-Glück-Brunnen blockierten, gibt es zwischendurch auch erfreuliche Neuigkeiten rund um das Projekt Vier Giebel in der Stuttgarter Innenstadt. Denn in den Wohn- und Geschäftskomplex in der Eberhardstraße 18 bis 22 sollen noch in diesem Jahr mehrere Gastronomien einziehen.
Bereits länger angekündigt sind das asiatische Restaurant Wok on Fire, das Beets & Roots sowie das indische Restaurant Eatdoori und das Café de Paris, das mit französischem Savoir-vivre aufwarten will.
Seit Kurzem ist ein weiterer Mieter bekannt: Die Sportsbar Seasons soll künftig „Genuss, urbanen Lifestyle und Sport nach amerikanischem Vorbild“ miteinander vereinen – so zumindest lautet die Ankündigung auf der Webseite der LBBW Immobilien-Gruppe, der Eigentümerin des Gebäudeensembles.
Burger, Billard und TV-Sport – neue Sportsbar Seasons eröffnet im Vier Giebel
Die Betreiber der neuen Bar sind in Stuttgart keine Unbekannten. Serdar Oguz und seine Geschäftspartner Momo und Murat betreiben bereits das Kebaphaus am Feuersee. Mit dem Seasons tauschen sie nun den Dönerspieß gegen amerikanische Küche, Bier, Cocktails, Darts, Billard sowie Champions TV-Sport-Übertragungen rund um Champions League, Bundesliga, NBA, NFL und Co.
Auf den Teller kommen Gerichte wie Burger, Chicken Wings, American Pizza, Hotdogs und Co. „Das alles wird frisch zubereitet, gute Qualität ist uns wichtig“, sagt Serdar Oguz. Neben 150 Sitzplätzen und einer Außenterrasse in Richtung Geißstraße stehen im Restaurant mehrere Bildschirme für die Live-Übertragungen bereit. „Wenn der VfB spielt, ist klar, dass wir das übertragen“, so Oguz. „Wir zeigen aber auch alle anderen Spiele, die die Gäste gerne sehen möchten.“
Zufall oder praktische Fügung, dass bereits am Feuersee VfB-Stars wie etwa Deniz Undav ein und aus gehen? „Mit den VfBlern hat das nichts zu tun, aber wir hatten schon lange die Vision, eine solche Bar zu eröffnen“, sagt Oguz. „In Stuttgart fehlt so etwas noch.“ Ziel der Betreiber ist es, am 1. Juni zu eröffnen – sofern es auf der Baustelle weiterhin zügig vorangeht. Allerspätestens zum WM-Start am 11. Juni wollen sie aber soweit sein, um dann Fans begrüßen zu können.
Asiatisches aus dem Wok und Sushi in Flammen im Sushi on Fire
Neben amerikanischer Barkultur können sich Stuttgarterinnen und Stuttgarter im Vier Giebel auf weitere Neueröffnungen freuen. Mit dem asiatischen Restaurant Wok on Fire zieht moderne Fusionsküche mit Einflüssen aus Thailand, Vietnam, China und Singapur ein. Die Macher sind keine Neulinge im Business: In Ludwigsburg betreiben sie bereits mehrere Restaurants, im Milaneo sind sie mit dem Sushi on Fire vertreten – nun gehen sie den Schritt in die Innenstadt. „Am neuen Standort bieten wir einen Mix aus beiden Konzepten an“, erklärt Georg Ninić von Wok und Sushi on Fire.
Neben den namensgebenden Pfannen-Gerichten kommen hier auch Klassiker wie Pad Thai, Thai Red Curry und Pad Kha Prao sowie Sushi auf den Teller. Dass das Restaurant den Zusatz „on Fire“ trägt, kommt nicht von ungefähr – auch warmes Sushi wird angeboten. „Einer unserer Renner ist ,Crispy Lachs’ – das kommt super an. Aber auch Sushi mit Rindfleisch, veganes Sushi und andere Gerichte gibt es.“ Zudem wollen die Macher neue Gerichte, die in ihrem Lokal in Karlsruhe schon auf den Tisch kommen, nun auch in Stuttgart ausprobieren – darunter etwa das Orange Chicken. Genießen kann man die Speisen voraussichtlich ab Mitte/Ende Mai im zweistöckigen Gastraum oder auf der Außenterrasse.
Indische Gerichte mit modernem Twist im Eatdoori
Mit dem nächsten Neuling in der Innenstadt geht es einige Schritte weiter auf dem Globus, nach Indien. Bei Eatdoori duftet es künftig nach Masala, Curry, Koriander und Co., wenn traditionelle Küche und Gerichte mit modernem Twist aufgefahren werden. „Wir wollen unsere Gäste auf eine kulinarische Reise durch Indien führen und bieten daher mehr Vielfalt an, als es in vielen anderen indischen Restaurants üblich ist“, erklärt Geschäftsführer Karn Gill. Neben Klassikern wie Palak Paneer, Dal Makhani und Chicken Tikka Masala kommen auch indisches Streetfood sowie Fusionsgerichte auf den Teller. „Unser Fokus liegt darauf, geschmacklich möglichst authentisch zu bleiben und traditionelles Handwerk mit modernen, kreativen Ideen zu verbinden“, sagt Gill.
Der Vier Giebel-Bau sei dafür der perfekte Standort. „Stuttgart vereint eine lebendige Gastronomieszene mit einem internationalen, neugierigen Publikum“, so der Gastronom. Die Eröffnung ist für Ende April geplant.
Schneller, aber gesunder Mittagstisch im Beets & Roots – Bowls, Salate und Wraps
Gerichte wie frische Bowls, Salate und Wraps gibt’s im benachbarten Beets & Roots. Nach der ersten Filiale in der Schlossstraße im Stuttgarter Westen expandiert das Restaurant mit Cateringküche nun in die Innenstadt. „In der Schlossstraße ist unser Konzept gut angekommen“, erzählt Stefanie Reininger, die die Geschäfte in Stuttgart leitet. „Die Location im Westen befindet sich aber eher in einer Wohngegend. Mit dem neuen Standort in der Eberhardstraße wollen wir auch das urbane Umfeld erschließen und Business-Leute ansprechen, die auf der Suche nach einem schnellen aber gesunden Lunch sind.“
Praktisch: Wer es etwa zwischen zwei Terminen eilig hat, sich aber dennoch ein schönes Mittagessen gönnen möchte, kann beispielsweise per App vorbestellen, das Gericht mitnehmen oder aber direkt nach der Ankunft im Restaurant genießen. Im April soll es losgehen.
Klein-Paris mitten in Stuttgart – Französische Spezialitäten im Vier Giebel
Bei all diesen herzhaften Angeboten kommt auch etwas Süßes für zwischendurch nicht zu kurz. Denn der neue Mieter Café de Paris verspricht französisches Savoir-vivre mitten in Stuttgart. Neben Kaffee-Spezialitäten wie Café au Lait erwarten Gäste feine Pâtisserie, Croissants und Co. Für den kleinen Hunger zwischendurch können sich Gäste dann französische Bistroküche schmecken lassen – alles serviert in einem Ambiente, das an Straßencafés in Paris erinnert. Ab Mitte 2026 soll es losgehen.