Auf die Temperatur kommt es an: die Kontrolleure überprüfen, wie Lebensmittel gelagert werden. Foto: dpa

Schimmel auf der Soße und Eiswürfelmaschinen, die einen Gullygeruch verströmen: die Lebensmittelkontrolleure präsentieren am Dienstag die Bilanz für 2016.

Stuttgart - Am Dienstag zur Mittagszeit wird es hart für eine Gruppe Journalisten. Denn die Stadt präsentiert um 13 Uhr die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung des vergangenen Jahres. Die große Herausforderung daran sind die Fotos aus Küchen, die zumindest vorübergehend kalt bleiben mussten. Schimmelinseln auf der Soße, Kakerlaken, Mäusedreck und andere Unappetitlichkeiten präsentieren die städtischen Lebensmittelkontrolleure als Bildergalerie mit leichtem Ekelfaktor.

Eiswürfelbereiter bieten manchmal böse Überraschungen

Die Kontrolleure überwachen Großküchen, Gaststätten, Imbissbuden sowie Essensstände auf Festen, um die Hygiene sicherzustellen. Dabei legen sie immer wieder neue Schwerpunktthemen fest. Vergangenes Jahr kündigten sie zum Beispiel an, verstärkt auf Eiswürfelmaschinen zu achten. Eine neue Kollegin habe angenommen, sie würde sich zur Einarbeitung ein leichtes Thema vornehmen, sagte Thomas Stegmanns, der Chef der Lebensmittelüberwachung. „Was sie dann fand, war in manchen Betrieben eine Mischung aus Aquarium, Kühlschrank und Gully“, fügte er hinzu.

Wenn die Kontrolleure mehr Betriebe schließen müssen, klingt das zunächst nach einer schlechten Nachricht. Es ist aber auch eine gute: So konnte Stegmanns vergangenes Jahr sagen, dass alle Stellen in seinem Bereich besetzt sind. Mehrfach hatte die Stadt in den Jahren zuvor einen Mangel an Kontrolleuren beklagen müssen. Seit 2014 ist ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. Bei der Pressekonferenz am Mittag wird zu erfahren sein, wie die Dienststelle aktuell besetzt ist.

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