Stuttgart bekommt bald ein neues Pop-up-Lokal in der Innenstadt. Der Star auf dem Teller: eine chinesische Nudelspezialität. Worauf man sich freuen kann.
Seit einigen Wochen gibt es auf der Social-Media-Plattform Instagram erste Hinweise. „Pop up coming soon“ oder „Hot Passepartout“ heißt es dort auf dem Account @passepartout_handpullednoodles in den Postings. In kurzen Videos kündigen die Macher eine Neueröffnung an. Biángbiáng-Nudeln, eine chinesische Spezialität, spielen dabei die Hauptrolle, so viel ist schon mal klar. Doch wer steht dahinter? Wann und wo eröffnet das Lokal und was kommt dort auf den Tisch?
Die zwei Gesichter hinter dem Projekt sind in Stuttgart keine Unbekannten. Abdullah „Abu“ Budik betreibt bereits die doendoen-Filialen für veganen Kebap, sein Geschäftspartner Michael „Micha“ Gugenheimer ist begeisterter Hobby-Koch und als Caterer in Stuttgart tätig. „Wir beide hatten schon länger ein ähnliches Konzept für Stuttgart im Kopf“, erzählt Gugenheimer. „So kam eins zum anderen und Abu und ich haben uns zusammengetan.“
Chinesische Nudel spielt die Hauptrolle im neuen Pop-up in Stuttgart
Im Fokus des neuen Projekts: die beliebten chinesischen Biángbiáng-Nudeln, die ihren Ursprung in einer Provinz im Nordwesten Chinas haben. Zur Herstellung der Nudel wird Teig mit einer Art Besenstiel immer wieder ausgerollt, in lange Streifen von etwa drei bis vier Zentimeter Breite geschnitten, die dann durch dehnendes Schwingen langgezogen werden. Daher auch der Name Biángbiáng. „Aktuell ist es ein echtes Hype-Produkt überall, sagt Abu Budik. „In Stuttgart könnte es davon noch etwas mehr geben“, findet er.
Wie man die Nudeln am besten zubereitet, welche Gewürze und welche Toppings gut passen, damit setzen er und sein Companion sich schon seit Längerem auseinander. Gugenheimer hat mittlerweile Erfahrung in der Zubereitung der chinesischen Nudelspezialität gesammelt, sei es durch private Koch-Events oder Caterings.
Chinesische Küche ohne Chichi
Von viel Chichi und vor Toppings überquellenden Nudeltellern wollen die Macher in ihrem Pop-up jedoch absehen. „Die Biángbiáng-Nudel ist ein sehr simples Produkt, aus dem man mit wenigen Zutaten schnell ein tolles Gericht zaubern kann“, sagt Budik. „Für die Zubereitung der Nudeln braucht es dennoch handwerkliches Geschick.“
Diesem sehen sich die beiden gewachsen. Die Nudeln sollen im Pop-up täglich frisch zubereitet werden – anfangs noch hinter den Kulissen in der Küche. Sollte sich der Pop-up künftig zu einem langfristigen Projekt entwickeln, können sich die Macher auch eine Art Show-Küche vorstellen, in der Gäste bei der Zubereitung der Nudeln zusehen können.
„Stuttgarter auf den Geschmack bringen“: Betreiber starten mit kleiner Karte
Für den Anfang kommen vorerst maximal ein bis zwei Gerichte auf den Teller – darunter die klassische „Basic-Variante“: handgezogene Biángbiáng-Nudeln mit Blattgemüse, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, heißem Chiliöl, etwas Salz und Sojaessig. Das Angebot ist dabei komplett vegan.
„Wir möchten die Stuttgarter erst einmal auf den Geschmack bringen“, begründet Budik die übersichtliche Speisekarte. „Sollten wir dann in einen festen Laden umziehen, werden wir das Angebot sicherlich um weitere Komponenten aus der chinesischen Küche erweitern.“
Mit einem Augenzwinkern verweist er auf den Namen, den die Macher für den Pop-up gewählt haben: „Passepartout“ hieß auch eine Figur in Jules Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“.
Location in Stuttgart-Mitte bleibt noch ein Geheimnis
In welchen Räumlichkeiten genau der Biángbiáng-Pop-up bald eröffnen soll, wollen die Stuttgarter noch nicht verraten – nur so viel: „Es wird ein Laden in Mitte, im Cityring sein“, so Abu Budik. Geplant ist das Projekt vorerst für sechs Monate bis zu einem Jahr. Die Macher hoffen, ihr neues Lokal Anfang/Mitte Mai eröffnen zu können. Ein Update soll bald folgen.