Wirt Fabio Meli (links) hat die Konzeption für das Lokal geändert, außerdem ist sein jüngerer Bruder Flavio eingestiegen Foto: Caroline Holowieck

Seit 2013 betreibt Fabio Meli das Lokal „Russini“ im Zentrum von Stuttgart-Degerloch. Nun hat er sich für einen neuen Namen und eine neue Konzeption entschieden. Eine, die mehr mit ihm zu tun hat als die bisherige.

Degerloch - Never change a winning team, zu Deutsch: Reiß nie ein eingespieltes Team auseinander. So lautet ein bekanntes Sprichwort. Fabio Meli hat es trotzdem gemacht. Im vergangenen Jahr hat er sein bekanntes Bistro „Russini“ komplett umgekrempelt. Er hat es umbenannt und obendrein die Konzeption geändert. Warum? „Der Name hatte eigentlich nie etwas mit mir zu tun“, sagt der Wirt. 2013 habe er das Lokal im Degerlocher Ortszentrum übernommen, und damals sei ihm eine Namensänderung nicht so wichtig gewesen. „Innerlich war ich aber nie ganz glücklich“, sagt er.

Seit dem vergangenen Jahr heißt das ehemalige „Russini“ nun „Fratelli“, und der Name ist Programm. Übersetzt heißt er Brüder, und tatsächlich ist Fabio Melis jüngerer Bruder Flavio eingestiegen. Auch er ist Gastronom, hat zuletzt in Bologna gewirkt – und bringt sich nun an der Felix-Dahn-Straße ein. Mit dem 35-Jährigen ist eine neue Konzeption eingezogen. Aus dem Frühstücks- und Mittagsbistro ist eine Osteria mit Feinkost geworden. Angeboten werden Bier, Weine, Kaffee, Nudeln, Käse und andere Waren aus Italien. Auf der historisch anmutenden Theke steht Olivenöl, das der Vater der beiden Männer auf Sizilien produziert. „Wir wollen die Produkte aus Sizilien fördern und hervorbringen“, betont Fabio Meli (54).

In dem Lokal in Stuttgart-Degerloch gibt es jetzt andere Speisen

Auch das Speiseangebot im Lokal hat sich geändert. „Alles ist komplett italienisch, zuvor war es eine Mischung aus verschiedenen Küchen“, sagt Fabio Meli. Serviert wird unter anderem Pinsa, eine Variante der Pizza. Aktuell gibt es die Gerichte nur zum Mitnehmen, und auch an den Tischen vor und hinter dem Haus können die Gäste coronabedingt nicht Platz nehmen. Die Brüder hoffen, dass sie bald richtig durchstarten können – und dann auch alteingesessene Degerlocher von sich überzeugen können, denn die machen sich nach der Erfahrung von Fabio Meli rar. „Ich habe schon oft gehört, dass die Leute tausendmal vorbeigelaufen, aber noch nie reingekommen sind.“

Das Duo möchte schon bald etwas mehr italienische Lebensart nach Degerloch bringen. Ein Espresso an der Bar, dazu ein Schwätzchen und italienische Musik aus dem Radio, „ungezwungen und kommunikativ“ – so stellt sich Fabio Meli sein „Fratelli“ vor. Er lächelt. „Es ist ein Neuanfang, das kann man so sagen.“

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