Noch ist unklar, wie es mit dem Restaurant Da Capo im Stuttgarter Osten weitergeht. Foto: Uwe Bogen

Die CDU verlangt von der Stadt, die Immobilie des zerstörten Da Capo rasch neu zu verpachten. Es dürfe kein „zweites Grand Café Planie“ entstehen, das schon lange leer steht.

Im Restaurant Da Capo an der Teckstraße 60 im Stuttgarter Osten hat sich im vergangenen Spätsommer eine Tragödie ereignet, die vielen Menschen nahe gegangen ist. Der Wirt starb im ersten Stock in den Flammen eines Brands, dessen Ursache der Öffentlichkeit bis heute nicht vollständig bekannt ist. Fest steht nach dem DNA-Abgleich, dass es sich bei der Leiche, die man im früheren Büro des Da Capo fand, um den Gastronomen handelt. Er wurde nur 32 Jahre alt. Das Restaurant, das er im November 2022 übernahm, war sein Kindheitstraum.

 

Das „lokale Kulturgut“ müsse rasch wiederhergestellt werden

Das Da-Capo-Haus ist eine Immobilie des städtischen Liegenschaftsamtes, weshalb die CDU-Fraktion im Gemeinderat nun an die Verantwortlichen im Rathaus appelliert, rasch zu handeln. Es dürfe „kein zweites Grand Café Planie“ entstehen, das seit sechs Jahren leer steht, erklärt Kevin Krzyzanowski, der CDU-Referent für Politik und Kommunikation.

Damit spielt er auf die Sanierung des einst größten Kaffeehauses von Stuttgart an, die sich immer wieder verzögert hat. Die Immobilie am Karlsplatz befindet sich im Besitz des Landes. Die Stadt solle alles dafür tun, um beim Da Capo einen langfristigen Leerstand zu verhindern.

Das Da Capo wurde nach dem tragischen Brand abgesperrt. Foto: Sebastian Steegmüller

Wirtschaftsausschuss befasst sich im Juli mit dem Da Capo

„Das ehemalige Da Capo war nicht nur ein beliebter Treffpunkt für die Stuttgarter, sondern auch ein wichtiges gastronomisches Angebot in der grünen Oase des Kulturparks Berg“, erklärt die CDU.

Die schnelle Wiederherstellung dieses „lokalen Kulturguts“ wäre ein Gewinn für den Stadtteil und für Stuttgart insgesamt. In einem Gemeinderatsantrag fordert die CDU, dass die Verwaltung im Wirtschaftsausschuss über den Stand der Planungen sowie über die voraussichtlichen Investitionskosten informiert. Der Termin ist für den 25. Juli vorgesehen.

Laut der Pressestelle der Stadt müssten erst noch „diverse Themen rund um den Nachlass“ geklärt werden, ehe man das Mietverhältnis mit der bisherigen Betreibergesellschaft auflösen und mit der Sanierung beginnen könne. Erst dann könne die Neuverpachtung ausgeschrieben werden, heißt es. Die CDU will nun Druck machen, um das Verfahren zu beschleunigen.