Durch Hitze beschädigte Fahrzeuge am angrenzenden Parkplatz nach einer Explosion in der Gasstation in Baumgarten in der Gemeinde Weiden a.d. March (Bezirk Gänserndorf) in Niederösterreich. Foto: APA

Bei einer Explosion an einer Gasstation in Österreich ist ein Mensch getötet worden. 18 Menschen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes. Laut Polizei hatte das Unglück eine technische Ursache.

Wien - Die Explosion einer Gasstation in Österreich ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei auf technische Ursachen zurückzuführen. Das Landeskriminalamt nehme die Ermittlungen auf, schrieb die Polizei am Dienstag auf Twitter. Die Behörden gingen am Mittag weiter von einem Toten und 18 Verletzten aus. Zumindest ein Verletzter musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Die Einsatzkräfte erklärten, dass niemand außerhalb des Geländes verletzt wurde. Auch die Schäden beschränkten sich auf den Unglücksort. Dort wurden mehrere Gebäude und Fahrzeuge zerstört. Die Rauchwolke der gewaltigen Gasfackel war bis ins 30 Kilometer entfernte Wien zu sehen.

Die Feuerwehr hatte mit 240 Mann den Brand bald unter Kontrolle, wie die Polizei erklärte. Bei der betroffenen Anlage handelt es sich um eine zentrale Drehscheibe für die Verteilung von Erdgas in Europa. „Die Anlage wurde im kontrollierten Zustand heruntergefahren und ist außer Betrieb“, teilte das Unternehmen Gasconnect mit.

Gasversorung nach Deutschland nicht betroffen

Die Gasstation ist etwas abseits des Ortes Baumgarten an der March nahe der österreichisch-slowakischen Grenze gelegen. Ob es auch im Ort durch die Explosion Schäden gegeben habe, sei noch nicht zu überschauen, sagte ein Polizeisprecher. Laut Gasconnect ist die Ursache des Unglücks noch unklar. Nach Angaben der Polizei könnte es sich um einen technischen Defekt gehandelt haben.

Die Explosion ereignete sich gegen 8.45 Uhr. Es wurde Großalarm für die Einsatzkräfte ausgelöst. Auf Bildern waren hohe Flammen zu sehen. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

Die Bevölkerung wurde gebeten, die Rettungsarbeiten nicht zu behindern. „Schaulustige können wir nicht brauchen“, meinte ein Polizeisprecher.

Die Gasversorgung nach Deutschland ist ersten Angaben zufolge nicht betroffen. Es könne aber zu Einschränkungen Richtung Italien und Ländern auf dem Balkan kommen, sagte ein Sprecher der Gasconnect. 2015 wurden über die betroffene Station 40 Milliarden Kubikmeter Gas weitergeleitet.

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