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Polizei war mit rund 140 Kräften vor Ort: "Es bestand akute Explosionsgefahr".

Sigmaringen - Nach einem Gasalarm in Sigmaringen haben Polizei und Feuerwehr am Mittwoch rund 260 Menschen in Sicherheit gebracht. Das Landratsamt wurde komplett gesperrt, die rund 200 Beschäftigten bekamen für den Rest des Tages frei. Gut 60 Bewohner einer nahe gelegenen Behinderteneinrichtung wurden vorübergehend in umliegenden Krankenhäusern untergebracht. Feuerwehr und Polizei waren mit rund 140 Einsatzkräften vor Ort. „Es bestand akute Explosionsgefahr“, betonte ein Polizeisprecher. Letztlich ging es aber glimpflich aus.

Bauarbeiter waren am Vormittag damit beschäftigt, ein Nebengebäude des Landratsamts abzureißen. Dafür mussten sie sich mit einem Bagger auch in das gefrorene Erdreich vorarbeiten. Plötzlich habe es dann massiv nach Gas gerochen, sagte der Polizeisprecher. Die Arbeiter räumten sofort ihre Baustelle, informierten Polizei und Feuerwehr. Die rückten mit einem Großaufgebot an und evakuierten alle umliegenden Gebäude. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet.

Offensichtlich sei durch den strengen Frost in den vergangenen Wochen eine Gasleitung beschädigt worden, sagte der Sprecher. Als die Bauarbeiter genau an dieser Stelle die Erde aufgruben, wurde das Leck freigelegt und das Gas strömte aus. Mitarbeiter der Stadtwerke konnten das Leck am Nachmittag abdichten. Derzeit werde ermittelt, ob die Leitung womöglich nicht fachgerecht verlegt worden sei.

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