Liebevoll riecht er an den Zitronen im Winterquartier. Foto: Werner Kuhnle

Das Blühende Barock startet am 16. März in die neue Saison. Der eisige Boden macht es den Gärtnern im Schlossgelände derzeit schwer. Volker Kugel hat für den kommenden Frühling schon ein paar Tipps.

Ludwigsburg - Volker Kugel schwanen schon Zusatzschichten. „Freitagnachmittags und samstags werden wir auf jeden Fall ran müssen“, sagt der Chef des Blühenden Barock. 150 000 Blumen einpflanzen, 60 000 vorkultivierte Tulpen ins Beet bringen: Es gibt viel zu tun, bis die Parkanlagen rund um das Residenzschloss fit für die am 16. März beginnende Saison sind. Erst war der Winter zu nass, was das Blüba-Team zum Saison-Motto „Genug vom schlechten Wetter“ inspirierte, und jetzt beschert der Februar den Gärtnern Bodenfröste, die sie lieber im Januar erlebt hätten. Doch auch wenn in der kommenden Woche noch einmal Temperaturen bis zu acht Grad minus prognostiziert sind, gibt sich Kugel optimistisch. „Unsere Gärtner sind Routiniers, die schaffen das“, erklärt er.

Hunderte von Zitronen-Pflanzen haben in den Gewächshäusern des Blühenden Barock überwintert. Auch die Riesen-Cedrat-Zitrone, von der Blüba-Chef Volker Kugel im Video erzählt, gehört dazu. Sie muss allerdings, wie Kakteen und viele andere Pflanzen, weiterhin noch eine Weile im Schutz der Gewächshauswände ausharren. Angesichts der aktuellen Temperaturen wird es sogar sportlich, bis zur Blüba-Eröffnung am 16. März noch die 150 000 Blumen und 60 000 vorkultivierten Tulpen rechtzeitig in die Erde zu bringen.

Gartentipps nicht nur im Fernsehen

Auf der Neuigkeiten-Liste hat Volker Kugel überdies zu bieten, dass er die Gartentipps, die er bisher in der jetzt abgesetzten SWR-Sendung „Grünzeug“ zum Besten gab, nun in Form eigenproduzierter Kurzfilme als „Kugels Garten-Tipps“ auf der Blüba-Homepage und auf dem Youtube-Kanal www.grünzeug.tv zeigt. „Die Erfahrungen, die ich in 14 Jahren bei der Sendung gemacht habe“, begründet er, „will ich nicht einfach in die Tonne kloppen.“

Schaffen will das Blüba noch mehr. Zum Beispiel, bis 2019 ein Abonnement für Besucher einzuführen. „Rund 90 Prozent unserer Dauerkartenkäufer sind Wiederholer“, sagt Kugel. „Dass sich da mancher fragt, warum er sich für seine Karte jedes Jahr wieder in eine Schlange stellen soll, ist schon nachvollziehbar. Da haben wir Nachholbedarf.“ Ohnehin ist der Park auf dem Weg in Richtung Blüba 4.0. Für rund 350 000 Euro, berichtet Kugel, soll die Infrastruktur geschaffen werden, um die Garten-, Schloss- und Märchenwelt an die Jetztzeit und Themen wie „Ticket on demand“ oder „Print at home“ heranzuführen. 90 Prozent der Investitionen übernehme das Land im Rahmen seiner Digitalisierungsoffensive. „Da gibt es Mittel für Kulturliegenschaften, und wir hatten das Glück, etwas davon zu ergattern.“ Die Aufgabe hat es in sich – angefangen von benötigten zusätzlichen Leitungen auf dem Blüba-Gelände über passgenaue Programme bis hin zur Ausstattung mit Hardware wie neuen Ticketlesern oder Handscannern.

Die Gartentipps gibt’s jetzt auf Youtube statt im Fernsehen

Von der ferneren in die nahe Zukunft: Für die bevorstehende Saison hat das Blüba mit seinem Kooperationspartner Jucker-Farm Neuauflagen der Strohwelten, der Sandkunst und der Kürbisausstellung im Portfolio. Die Strohwelten, erzählt Stefan Hinner von der Jucker-Farm, haben die Arche Noah zum Thema; die abgedroschenen Halme werden zu Getier aller Arten umfunktioniert. Die Sandkunst steht im Zeichen des Ludwigsburger Stadtjubiläums, und für die Kürbisse ist Kontrastprogramm angesagt: Mit dem Herbstgemüse soll das Motto „Wald“ eine Blüba-taugliche Deutung erfahren. Veranstaltungen wie Straßenmusikfestival, Musikfeuerwerk, Roncalli-Gastspiel und Lichterzauber sind ebenfalls im 2018er-Programm festgezurrt.

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