Kenner wissen: Jever gehört natürlich nicht zu Ostfriesland, sondern zu Friesland. Die Stadt ist heute auch Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises. Foto: Youtube/Ostfriesland

Burgen, Schlösser und Kriege zwischen Machtmenschen – das alles gibt es nicht nur in Westeros, sondern auch in Ostfriesland. Der dortige Tourismusverband hat den „Game of Thrones“-Hype deshalb aufgegriffen.

Leer/Stuttgart - Wie man den Hype um die finale Staffel von „Game of Thrones“ für seine eigenen Zwecke nutzen kann, zeigt der ostfriesische Tourismusverband: Pünktlich zum Auftakt der achten Staffel der Serie hat die Marketingabteilung ihre Version des berühmten Serienintros über die sozialen Medien verbreitet und findet damit großen Anklang.

Achtung Spoiler! Was bei „GoT“ bisher geschah

Politische Machtspiele, Intrigen, Burgen, Schlösser sowie Kriege hat nicht nur die gefeierte Fantasyserie zu bieten, auch die ostfriesische Vergangenheit ist davon geprägt. Denn es gibt durchaus Parallelen zwischen Westeros und Ostfriesland, wie Wiebke Leverenz, Pressesprecherin beim Tourismusverband Ostfriesland, verrät: „Im Mittelalter gab es den Bund der Sieben Seelande, ähnlich zu den sieben Königreichen in der Serie. Außerdem gibt es eine Menge Schlösser und Burgen in der Region, was über Ostfriesland hinaus jedoch nicht so bekannt ist.“

Als sich die Häuptlinge untereinander bekämpften

Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts bekämpften sich die ostfriesischen Häuptlinge, die Oberhäupter der mächtigsten Familien der Region, oft untereinander. Auf diese ereignisreiche Geschichte will der Tourismusverband jetzt mit seinem Video hinweisen und Menschen animieren, die realen Schauplätze der ostfriesischen Geschichte zu besuchen.

Warum „GoT“ so spannend ist

Im Video werden auch zwei nicht-ostfriesische Städte gezeigt: Jever, das anders als sein Bier „Jefer“ ausgesprochen wird, und Rastede gehören geografisch und politisch nicht dazu. Der Tourismusverband Ostfriesland vertritt aber die gesamte Ostfriesische Halbinsel, zu der auch die Landkreise Friesland und Ammerland gehören, in den Jever und Rastede liegen: „Touristisch werden wir auch als Einheit wahrgenommen, da gibt es keine Kreisgrenzen“, betont Leverenz.

Nicht der erste Marketingerfolg der Ostfriesen

Die Idee und die Vorbereitungen zu dem dreiminütigen Video begannen bereits vor rund einem Jahr. Zusammen mit den Grafik-Spezialisten der Firma Eddiks aus Oldenburg wurde der Film realisiert und trifft in den sozialen Medien offenbar den richtigen Nerv: Mehr als 80.000 Aufrufe verzeichnete das Video auf Facebook nach nur einem Tag (Stand: 15. April, 14.30 Uhr).

Es ist nicht der erste erfolgreiche Marketingstreich der Ostfriesen. Bereits vor zwei Jahren gelang dem Tourismusverband mit „Ostfriesland Second“, einer humorvollen Antwort auf Donald Trumps „America First“-Politik, ein viraler Hit.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: