Die Fans sind enttäuscht von der letzten Staffel der Kult-Serie. Foto: dpa

Fans der Serie „Game of Thrones“ haben lange auf das Staffel-Finale gewartet, jetzt sind sie von den finalen Folgen schwer enttäuscht. Die letzte Folge läuft in den USA am Sonntag.

Stuttgart - Kurz vor Ende der letzten Staffel von „Game of Thrones“ fordern bereits hunderttausende enttäuschter Fans ein Remake. Eine Petition auf der Webseite Change.org, die sich für einen Neudreh der achten Staffel ausspricht, hatte bis Freitag bereits 900.000 Unterschriften gesammelt. Die allerletzte Folge der Kultserie wird in den USA am Sonntag ausgestrahlt.

Fans ärgern sich insbesondere über den beschleunigten Rhythmus der Serie des US-Kabelsenders HBO. Vor allem die beunruhigende Wandlung von Daenerys Targaryen, einer der Hauptfiguren, halten viele für unlogisch. Wenn einer der beiden Hauptcharaktere plötzlich zum Bösewicht werde, müsse dies korrekt dargestellt werden, damit die Fans es akzeptieren können, erklärte A. Ron Hubbard, einer der Verfasser des Podcasts „Game of Thrones The Podcast“. 

Das Buch hat nur sechs Bände

Valerie Garver, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Northern Illinois Universität, hält es für problematisch, dass die achte Staffel nur sechs statt wie die vorherigen Staffeln zehn Folgen umfasst. „Man hat den Eindruck, dass die Entwicklung bestimmter Charaktere unverständlich wirkt, weil ihnen nicht genug Zeit gegeben wurde. Es wirkt, als ob die Drehbuchautoren ungeduldig wären.“ Sie betonte jedoch, die Serie sei so gut, dass sie trotz der Enttäuschung vieler Fans über das Ende etwas Besonderes bleibe.

Einige sehen die Ursache für die abnehmende Qualität darin, dass es keine Romanvorlage gibt. George R. R. Martin, Autor der Buchreihe, auf die sich die Erfolgsserie stützt, hatte nach dem sechsten Band vorerst aufgehört. Ein siebter und achter Teil sind jedoch geplant.

Rekord trotz Enttäuschung

Die Serienmacher David Benioff und D. B. Weiss äußerten sich zu der Kritik nicht. Vor der Ausstrahlung der achten Staffel hatten sie der Zeitschrift „Entertainment Weekly“ gesagt, sie würden sich „vom Internet fernhalten“, bis sie „gefahrlos wieder die Nase rausstrecken“ könnten.

Der Schauspieler Pilou Asbaek, der in der Fantasy-Saga Euron Graufreud spielt, verteidigte die letzte Staffel. „Jeder hat im Rahmen der Umstände sein Bestes gegeben“, sagte er der Webseite „Insider“. 

Auf die Einschaltquoten schlug sich die Enttäuschung der Fans nicht nieder. Die fünfte und vorletzte Folge der achten Staffel erreichte mit 12,5 Millionen Direkt-Zuschauern in den USA einen Rekordwert. 

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