Es darf wieder gestaunt werden – nicht nur in Tirtzah Bassels „Pilgrimage“ Foto: Galerie Thomas Fuchs

Abwanderung war gestern, Stuttgarts Privatgalerien blicken mit Mut nach vorne. Das nützt dem Standort insgesamt, kommentiert „Stuttgarter Nachrichten“-Autor Nikolai B. Forstbauer.

Stuttgart - Etwas ratlos und eher trotzig die Position ­verteidigend – so hat man Stuttgarts Galerienszene in den vergangenen zwei, drei Jahren erlebt.

Immer wieder wichtige Ausstellungen

Natürlich gab und gibt es Höhepunkte – etwa Ausstellungen von Clement ­Cogitore bei Reinhard Hauff 2016 und 2017, Platino bei Schlichtenmaier 2017, Jak bei Michael Sturm 2018, die immens hohe Qualität in der Galerie Edith Wahlandt – oder den Aufstieg der ­Galerie Thomas Fuchs.

Zeichen stehen auf Neustart

Erstmals seit längerem aber stehen die Zeichen nun auf Neustart. Ein starker Auftritt von elf Stuttgarter Galerien auf der Kunstmesse Art Karlsruhe ließ aufhorchen, die Galerien Reinhard Hauff, Thomas Fuchs und Von Braunbehrens hissen auch international die Kunst-Flagge, zudem sorgt etwa der Neuantritt im Galerienhaus Stuttgart für positive Stimmung.

Art Alarm-Jubiläum als Chance

Stuttgarts Galerienszene meldet sich zurück – und hat eine große Chance. Zum 20. Mal findet im September das Galerienwochenende Art Alarm statt. Ein Aufruf, gemeinsam – und über den Art Alarm-Kern hinaus – den Kunststandort Stuttgart zu präsentieren. Nichts begeistert mehr, als wenn die Lust an der Kunst die Gespräche in den und über die Galerien bestimmt.

nikolai.forstbauer@stuttgarter-nachrichten.de

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