Das einzigartige Ökosystems auf den Galápagos-Inseln ist in Gefahr. Foto: AFP

Die Galápagos-Inseln sind der Inbegriff eines einzigartigen Ökosystems. Doch das Paradies ist in Gefahr. Eine Rattenplage macht der Parkverwaltung zu schaffen. Die Lösung soll aus der Luft kommen.

Quito - Zum Schutz des einzigartigen Ökosystems auf den Galápagos-Inseln versuchen die ecuadorianischen Behörden, mithilfe von Drohnen der für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten gefährlichen Rattenplage Herr zu werden. Die Drohnen werfen bereits seit mehreren Tagen auf der Seymour-Norte-Insel und der Mosquera-Insel Giftköder ab, wie die Verwaltung des Nationalparks am Donnerstag erklärte.

Der Einsatz ist Teil eines umfassenden Programms gegen die Ratten. Im Visier der Parkverwaltung stehen die Hausratte und die Wanderratte, die sich auf den Galápagos-Inseln während der vergangenen Jahre stark ausgebreitet haben. Die von Menschen eingeschleppten Nager bedrohen seltene einheimische Tierarten wie die nachtaktive Gabelschwanzmöwe und die Fregattvögel.

3000 Kilo Giftköder verteilt

Der Einsatz von Drohnen ermögliche es, insbesondere auf kleinen und mittelgroßen Inseln „präziser“ gegen die Ratten vorzugehen, erklärte Karl Campbell, Leiter der Organisation Island Conservation, die das Programm unterstützt. Zudem sei die Rattenbekämpfung aus der Luft kostengünstig. Insgesamt werden zunächst bis Ende Januar rund 3000 Kilo Giftköder verteilt. Dies erfolgt allerdings nicht nur aus der Luft, sondern auch durch Parkmitarbeiter auf dem Boden.

Zwei Jahre lang soll der Erfolg der Maßnahmen dann kontrolliert werden. So lange dürfte es nach Einschätzung der Parkverwaltung dauern, bis die Ratten ausgerottet sind. Die rund 1000 Kilometer vor der Küste Ecuadors gelegenen Galápagos-Inseln sind für ihre einzigartige Tierwelt berühmt. Viele Tierarten kommen ausschließlich dort vor. Die vulkanischen Inseln spielten eine wichtige Rolle bei den Forschungen von Charles Darwin und der Entwicklung der Evolutionstheorie.

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