Foto: Achim Zweygarth

Die Proteste von Bürgern, die entlang der Gäubahntrasse leben, haben zumindest einen Teilerfolg gebracht.

S-Mitte
– Die Proteste von Bürgern, die entlang der Gäubahntrasse leben, haben zumindest einen Teilerfolg. Bahnvertreter wollen sich mit einer Gruppe derjenigen treffen, die vom Lärm wegen der Umleitung von Güterzügen betroffen sind und Unterschriften gegen die alltägliche und -nächtliche Ruhestörung sammeln. Der Termin ist für den 16. Mai vereinbart. Die Initiatoren haben eine Liste von sieben Themen eingereicht, die sie bei dem Treffen besprechen wollen. Ob die Zusammenkunft den gewünschten Erfolg hat, ist allerdings fraglich. Proteste und Initiativen gegen den Güterzuglärm gab es bereits in der Vergangenheit, sei es von Betroffenen oder Politikern bis hinauf zum Bundestag. Die Auskunft der Bahn blieb stets die gleiche: Güterzugverkehr auf der historischen Strecke quer durch Stuttgart ist erlaubt und damit zu dulden.

Ähnlich starr blockiert die Bundesregierung Versuche der Opposition, Bahnlärm grundsätzlich zu mindern. Die Regierungskoalition hat erneut eine Debatte über die Senkung der Schallpegel entlang von Zugtrassen verhindert. Grünen wie SPD haben mehrfach eine Grundsatzdebatte zum Thema beantragt. Die ist mit den Stimmen von Schwarz-Gelb in der vergangenen Woche zum wiederholten Mal verhindert worden. Inzwischen wurde der Antrag „viermal von der Tagesordnung genommen, weil die Koalition etwas Eigenes vorlegen wollte“, schreibt die SPD-Abgeordnete Ute Vogt, „bis heute ist ihr das nicht gelungen“.

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