In manchen Gärten werden Sonnenblumen gegossen. Foto: Peter Hartung Foto:  

Mitten in Fellbach leben Alpakas, werden Bauerngärten gepflegt oder Chilischoten gezüchtet. Ein Begleitband zur ab Samstag laufenden Gärtner-Ausstellung im Stadtmuseum spürt in 25 Porträts der Faszination vom Glück im Grünen nach.

Fellbach - Der Blick hinters Gartentor kann für wundersame Momente sorgen: Mitten in Fellbach gibt es Bauerngärten und Badeparadiese, kleine Oasen der Erholung und bis auf den letzten Quadratzentimeter für Obst und Gemüse genutzte Stückle. Der eine setzt auf wild wuchernde Natur, der andere auf mit Zirkel und Reißbrett geplantes Grün, der eine versteht den Garten als Erprobungsfeld für Heckenschere und Rasentrimmer, der andere als Partyzone für die Clique.

Chili-Schoten werden gleich kistenweise produziert

Gärten, das zeigt jetzt ein als Begleitband der aktuellen Ausstellung im Stadtmuseum erscheinendes Buch, sind so unterschiedlich wie ihre Besitzer – und können auch alteingesessenen Bürgern in Fellbach, Schmiden und Oeffingen noch einen Überraschungseffekt bieten. Dass der Steinmetz Michael Mack in seiner Freizeit im Sammeln exotischer Tomatensorten aufgeht, großes Fachwissen und eine international bestückte Samenbank aufgebaut hat, dürfte beispielsweise nur Eingeweihten bekannt sein. Dass Martina Schütz und Friedmann Pfander in ihrem Garten im Oberdorf altgedienten Legehennen den Lebensabend ver-süßen, wissen wohl die wenigsten. Dass sich eine Familie mitten in der Stadt ein Alpaka-Trio hält, fällt nur ins Auge, wenn Tochter Lara Conrad mit den Tieren einen Ausflug an den Kappelberg unternimmt. Und wer hätte geahnt, dass der Schmidener Carsten Döneke den grünen Daumen für scharfe Sachen nutzt und Chili-Schoten gleich kistenweise produziert?

Unterstützt wurden sie bei den 25 Porträts von der rathausinternen Öffentlichkeitsarbeit

In fremde Gärten gespickelt haben der Fellbacher Fotograf Peter Hartung und die als Leiterin des Stadtmuseums bekannte Ursula Teutrine. Unterstützt wurden sie bei den 25 Porträts über schöne, kuriose, vielfältige und ungewöhnliche Gärten und ihre Besitzer von der rathausinternen Öffentlichkeitsarbeit. Denn das Buch mit dem Titel „Die Gärten von Fellbach“ soll zeigen, dass es mit einst mehr als 50 Gärtnereibetrieben und dem weltweit agierenden Samenproduzenten Pfitzer eben nicht nur eine große gärtnerische Tradition im professionellen Bereich gibt, sondern auch das private Glück grünt und blüht. „Fellbach bietet eine Fülle von versteckten Orten, die es lohnen, entdeckt zu werden“, sprach Oberbürgermeisterin Gabriele Zull jüngst bei der Vorstellung des Begleitbands vom „abwechslungs-reichen Blick in die Gärten von Fellbach“.

Der Begleitband zur Garten-Ausstellung im Stadtmuseum kann mit dem Start der Langen Nacht der Museen am Samstag im Stadtmuseum und im Buchhandel erworben werden. „Die Gärten von Fellbach“ hat 207 Seiten und kostet 19,80 Euro.

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