CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Foto: dpa

Die CDU-Spitze hat sich am Montag darum bemüht, Angela Merkels Äußerungenüber beim G7-Gipfel am Sonntag in Italien zu erklären. Merkel hatte unter anderem davon gesprochen, dass die Zeiten, in denen man sich auf andere verlassen könne, vorbei seien.

Berlin - Nach den Äußerungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu mehr Eigenständigkeit Europas hat sich die CDU-Spitze bemüht, den Eindruck einer Abkehr von den USA zu zerstreuen. Der Nato- und der G7-Gipfel hätten in den vergangenen Tagen gezeigt, dass die Europäer „ihr eigenes Schicksal noch stärker in die Hand nehmen“ und für ihre Werte kämpfen müssten, sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Montag nach einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin. Deutschland und Europa müssten ihre Interessen in der Welt wahrnehmen, etwa beim Freihandel, Klimaschutz oder in der Sicherheitspolitik.

Das habe Merkel im CDU-Präsidium „als erklärte Transatlantikerin, der die deutsch-amerikanische Freundschaft ein Herzensanliegen“ sei, unterstrichen, sagte Tauber. Dabei gehe es aber nicht „um eine Neuausrichtung unserer Politik“. Merkel hatte am Sonntag nach den weitgehend gescheiterten Gipfeln von G7 und Nato gesagt: „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei, das habe ich in den letzten Tagen erlebt.“ In USA-Medien war ihre Rede teils als neues Kapitel in den amerikanisch-europäischen Beziehungen gewertet worden.

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