Freundliche Miene: Angela Merkel und Donald Trump. Foto: AP

Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump sind am Rande des G20-Gipfels in Argentinien zu einem bilateralen Gespräch zusammengekommen. So lief das Treffen.

Buenos Aires - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Donald Trump sind am Rande des G20-Gipfels in Argentinien zu einem bilateralen Gespräch zusammengekommen. Trotz der vielen Konfliktthemen im Verhältnis beider Länder wechselten Merkel und Trump zu Beginn ihrer Unterredung am Samstag in Buenos betont freundliche Worte. Trump bezeichnete die Kanzlerin als „Freundin“ und sagte, er habe eine „großartige Beziehung“ zu ihr. Der US-Präsident fügte hinzu: „Sie wird von allen respektiert, mir eingeschlossen.“

Die Kanzlerin wiederum sagte, sie freue sich auf das Treffen mit Trump. Bei dem Gespräch sollte es unter anderem um die Handelsstreitigkeiten gehen. Der US-Präsident beklagte zum Auftakt der Begegnung erneut, dass es zwischen seinem Land und Deutschland ein „großes Ungleichgewicht“ im Handel gebe. Dieses werde jedoch in Zukunft ausgeglichen werden. Die USA und die EU stehen in Gesprächen über ein mögliches Handelsabkommen, gleichwohl hält Trump seine Drohung mit Strafzöllen auf europäische Autoimporte aufrecht.

Autobosse im Weißen Haus zu Besuch

Diese würden besonders die deutsche Hersteller treffen. Am kommenden Dienstag sind nach Informationen des „Handelsblatts“ führende Vertreter von BMW, Daimler und VW im Weißen Haus zu Besuch, wo sie den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Handelsminister Wilbur Ross treffen sollen. Bei dem Treffen zwischen Merkel und Trump sollte es nach Angaben der Kanzlerin ferner um die derzeitige Zuspitzung des Ukraine-Konflikts gehen. Die Kanzlerin hatte zuvor ein bilaterales Gespräch mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin geführt und dabei ihre Sorge über die jüngsten Entwicklungen zum Ausdruck gebracht. Trump hatte hingegen ein Treffen mit Putin abgesagt.

Die russische Küstenwache hatte am vergangenen Wochenenende in der strategisch wichtigen Meerenge zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meer drei ukrainische Marineschiffe beschossen und aufgebracht. Mehrere ukrainische Marinesoldaten wurden verletzt, 24 Besatzungsmitglieder festgenommen und nach Moskau gebracht.

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