Weilimdorfs Trainer Nikola Tomicic konnte sich über den völlig unerwarteten Kantersieg im Derby freuen. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Dieses Ergebnis sorgt für Aufsehen: Im Derby der Futsal-Bundesliga feiert der TSV Weilimdorf ein 8:0 gegen den 1. Stuttgarter Futsal-Club. Was steckt hinter diesem einseitigen Ergebnis?

Stuttgart - Gab’s viele Verletzte, brach eine Corona-Welle aus oder fließt womöglich keine Kohle mehr? „Nein, nein, wir waren nahezu komplett, haben auch wirklich keine Geldprobleme, nur wir haben einfach an diesem Tag komplett versagt, und der Gegner erwischte einen Sahnetag“, sagte Wolfram Bunz, der Marketing- und Pressechef des 1. Stuttgarter Futsal-Clubs. Mit 0:8 (0:6) hatte sein Team am Samstag das Derby in der Futsal-Bundesliga beim TSV Weilimdorf verloren und steht dennoch weiter an der Tabellenspitze. Im Derby-Hinspiel hatte der 1. SFC vor knapp 1000 Zuschauern in der Scharrena gegen den amtierenden deutschem Meister noch mit 4:2 die Nase vorne.

 

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„Wir hätten auch noch acht Stunden spielen können, ohne ein Tor zu erzielen“, sagte Bunz. Das tat das TSV-Team von Trainer Nikola Tomicic, das auch noch zwei Zehnmeter-Strafstöße verschoss. Elvir Husaric traf vor 225 Zuschauern (mehr waren in der Sporthalle des Solitude-Gymnasiums nicht erlaubt) dreimal, Nikola Gudasic zweimal, die restlichen Treffer erzielten Josip Bozinovic, Josip Cacic und Ante Dikic.

TSV im Spielrausch

„Der SFC ist mit voller Kapelle angetreten“, bestätigte Weilimdorfs Spielleiter Michael Bachmann, „aber wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, und dann rollte der Zug unaufhaltsam. Dieser Sieg in einem Prestigeduell tut natürlich gut, aber in den Play-off-Spielen werden die Karten neu gemischt.“

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Für diese K.-o.-Spiele um die deutsche Meisterschaft sind beide Stuttgarter Clubs bereits qualifiziert. „Die Favoritenrolle sind wir jetzt erst einmal los“, sagte Bunz. Die reguläre Runde geht noch bis zum 27. März.