Hat großes Vertrauen zu seinen Spielern: Bundestrainer Hansi Flick. Foto: dpa/Christian Charisius

Die Elf von Bundestrainer Hansi Flick hat bei der WM in Katar noch nichts gewonnen. Gibt es auch gegen Costa Rica keinen Sieg, könnte dies nach Meinung unseres Autors Carsten Muth weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.

Puh. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat die von Bundestrainer Hansi Flick als „erstes Endspiel“ dieser WM bezeichnete Partie gegen Spanien erfolgreich hinter sich gebracht. Nach dem hart erkämpften 1:1-Unentschieden bleibt die Option auf den Einzug ins Achtelfinale bestehen, die Spannung erhalten, das Aus ist längst noch nicht besiegelt. Auch dank überaus freundlicher Unterstützung Costa Ricas, das Deutschland-Bezwinger Japan zuvor überraschend mit 1:0 geschlagen hatte. An diesem Donnerstag (20 Uhr) kann die DFB-Auswahl im letzten Gruppenspiel gegen eben jenes Costa Rica das Weiterkommen perfekt machen – durch einen hohen Sieg sogar aus eigener Kraft. Das war vor dem zweiten Duell in der Gruppe alles andere als sicher gewesen.

 

Der Auftritt der deutschen Fußballer, denen deutlich anzumerken war, dass sie einen anderen Eindruck als beim 1:2 gegen Japan hinterlassen wollten, gegen die spielerisch und taktisch starken Spanier sollte Mut machen für das weitere WM-Turnier. Mit ein wenig mehr Fortune hätte man die die spanische Mannschaft, die zweifelsohne zu den besten der Welt gehört, diesmal sogar schlagen können. Die Reaktion nach dem Rückstand jedenfalls war stark.

Die WM 2018 wirkt nach

Trotzdem ist 2018 – die Vorrundenpleite bei der WM in Russland mit Niederlagen gegen Mexiko und abschließend Südkorea – vielen noch in unguter Erinnerung. Das zweite Ausscheiden nacheinander bei einer Weltmeisterschaft schon nach der Gruppenphase würde den deutschen Fußball in seinen Grundfesten erschüttern. Und wohl auch den Bundestrainer nach gerade einmal 15 Monaten im Amt schwer anzählen. Doch noch ist für das Team von Hansi Flick alles drin, ein (möglichst hoher) Sieg gegen Costa Rica allerdings Pflicht. Klar ist: Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Co. müssen am Donnerstag liefern. Sonst geht es mit Schimpf und Schande nach Hause.