Ein Protestmarsch von etwa 1300 Demonstranten ist in der WM-Stadt São Paulo in Randale ausgeartet. Foto: Getty Images South America

Nach der WM-Partie England gegen Uruguay (1:2) in São Paulo haben sich vermummte Randalierer und die Polizei eine Straßenschlacht geliefert. Autos wurden demoliert, Feuerwerkskörper flogen, die Ordnungshüter setzten Tränengas gegen die Randalierer ein.

Nach der WM-Partie England gegen Uruguay (1:2) in São Paulo haben sich vermummte Randalierer und die Polizei eine Straßenschlacht geliefert. Autos wurden demoliert, Feuerwerkskörper flogen, die Ordnungshüter setzten Tränengas gegen die Randalierer ein.

São Paulo - Vermummte Randalierer haben nach der WM-Partie England gegen Uruguay (1:2) in São Paulo für Tumulte gesorgt. Maskierte Demonstranten schossen Feuerwerkskörper auf Polizisten, rissen Mülleimer aus Verankerungen und demolierten Autos.

Die Polizei setzte im Gegenzug Tränengas gegen die Randalierer ein, die dem sogenannten Schwarzen Block zugerechnet werden. Über mögliche Verletzte oder Festnahmen gab es zunächst keine Angaben.

Zuvor hatten nach Polizeiangaben rund 1300 Menschen an einer Demonstration für kostenlose Fahrtickets in öffentlichen Bussen und Bahnen teilgenommen. Die Veranstalter sprachen dagegen von bis zu 6000 Teilnehmern. Die Demonstranten blockierten zeitweise die zentrale Einkaufs- und Bankenmeile Avenida Paulista.

Die Aktion wurde von der Gruppe "Movimento Passe Livre" (MPL) organisiert, die sich für einen Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr einsetzt. Mit den Demonstrationen der Bewegung hatten im vergangenen Jahr die Massenproteste während des Confederations Cups begonnen. Damals hatten zahlreiche Städte eine geplante Erhöhung der Ticketpreise in Bussen und Bahnen zurückgenommen, was von den Demonstranten als zentraler Erfolg gefeiert wurde.

Seitdem wurden die Fahrpreise aber sukzessive wieder angehoben. 2013 hatten Hunderttausende Menschen in Brasilien gegen Korruption, Misswirtschaft, Mängel im Bildungs- und Gesundheitswesen und die Milliarden-Kosten für die WM protestiert. Auch während der WM kam es in verschiedenen Spielorten mehrfach zu Protesten gegen die Titelkämpfe. Allerdings erreichten diese bisher bei weitem nicht die Ausmaße des Vorjahres.

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