In Heimerdingen will sich Neuzugang Jörn Pribyl (links) durchsetzen. Foto: Baumann

TSV Münchingen und TSV Heimerdingen beginnen als erste der vier Landesligisten aus dem Altkreis Leonberg mit der Vorbereitung. Der Punktspielauftakt steht am Wochenende 16./17. August auf dem Programm.

Ditzingen/Korntal-Münchingen - Es musste alles ein bisschen schneller gehen als gewöhnlich. Schließlich kommt es nicht allzu oft vor, dass der Trainingsauftakt für die neue Runde auf den Tag eines Weltmeisterschafts-Halbfinalspiels zwischen Brasilien und Deutschland fällt. Bei den Landesligisten in Münchingen und Heimerdingen, die beide ihre erste Einheit absolvierten, wurde dem natürlich Rechnung getragen. Andreas Broß bat seine Schützlinge in Heimerdingen früher auf den Platz, in Münchingen dauerte die Übungseinheit nur knapp über eine Stunde.

Nach der besten Landesliga-Saison in der Vereinsgeschichte (Platz sieben/47 Punkte) lautet das Ziel beim TSV Heimerdingen, sich weiter in der Spielklasse zu etablieren. „Wir wollen uns punktemäßig verbessern und möglichst auch eine bessere Platzierung erreichen“, heißt das für Trainer Broß. Zur Verfügung hat er dafür 18 Feldspieler und drei Torhüter. In Jörn Pribyl (Neckarsulmer SU), Berndt Schneider (SSV Zuffenhausen) und Harun Sever (VfB Neckarrems) sind drei der acht Neuzugänge erfahrenere Spieler. Sie sollen sich entsprechend einbringen, andere mitziehen, um so unter anderem im Training zielgerichteter und fokussierter arbeiten zu können. Nach seiner Pause steht auch Benjamin Bürk wieder zur Verfügung, Alexander Frey und Daniel Geppert rücken aus der eigenen Jugend nach. Nick und Robin Rampp kommen aus der Ditzinger Jugend. Bis zum Auftakt am 17. August gegen den FV Löchgau will der Übungsleiter verstärkt am Umschaltverhalten nach Ballverlust arbeiten. Schließlich kassierte der TSV in der vergangenen Saison mit 68 Toren nach den Absteigern aus Bietigheim und Öhringen die drittmeisten Gegentreffer.

Anschauungsunterricht in Brasilien

Anschauungsunterricht, wie ein Spiel „zu Null“ bestritten werden kann, nahm Broß bei der deutschen Nationalelf. Der Coach ist erst am Ende der vergangenen Woche nach einem Zehn-Tage Trip aus Brasilien zurückgekehrt, wo er in Recife das 1:0 gegen die USA mitverfolgte. Wegen der starken Regenfälle waren die Verkehrsverhältnisse chaotisch, die Fahrt ins Stadion wurde zum Abenteuer. Erst 15 Minuten vor Spielbeginn hatten Broß und seine drei Kollegen ihr Ziel erreicht. Es ist zwar nicht damit zu rechnen gewesen, dass auch hier der Verkehr zusammenbricht. Der Übungsleiter ging trotzdem auf Nummer sicher und bestellte seine Schützlinge angesichts des Halbfinales eine Viertelstunde früher als gewöhnlich ein.

Beim TSV Münchingen hieß die Devise: schnell anfangen, nicht so viel trödeln und schwätzen. So zumindest formulierte es Michele Ancona. Der Kapitän vertritt Coach Dietmar Seethaler, der noch bis zu 17. Juli seinen Urlaub in Spanien genießt. Zum Auftakt beließ er es bei einem Aufwärmprogramm und einem lockeren Spielchen. Viel Zeit, um auf Touren zu kommen, bleibt den Münchingern nicht. Bereits am Wochenende steht das hochkarätig besetzt Turnier in Freiberg auf dem Programm, bei dem der TSV in der Gruppenphase unter anderem auf die Gastgeber aus der Oberliga und den Verbandsligisten VfB Neckarrems trifft.

In Münchingen kommen nur drei Spieler dazu

Der Club setzt in der neuen Runde auf die bewährten Kräfte und ein eingespieltes Team. Nur Marcel Boch, Kevin Kreischer, Manuel Lutz und Riccardo Ancona verließen den Verein. Auf der Gegenseite stoßen mit Philipp Futterknecht (TSV Korntal) und Daniel Tespi (A-Junioren SV Vaihingen) erneut zwei junge Spieler dazu. Mit Maran Hussein komplettiert ein robuster Stürmer das Trio der Neuzugänge, der bereits im Winter den Kontakt zu Münchingen aufgenommen hatte und zuletzt beim FSV Waiblingen spielte. Michele Ancona ist überzeugt davon, dass der TSV Münchingen nach Platz sechs (49 Punkte) in der Vorsaison erneut eine gute Rolle spielen kann: „Diejenigen, die wir im Kader haben, lernen sehr schnell. Deshalb haben wir auch noch ein großes Entwicklungspotenzial. Ich hoffe, dass wir wieder lange oben mitspielen.“ Die erste Bewährungsprobe, in der es um Punkte geht, führt die Mannschaft am 17. August zum Aufsteiger SV Kornwestheim.

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