Ein emotionaler Vulkan kurz vor dem Ausbruch: Diego Armando Maradona (rechts). Foto: Getty Images Europe

Nach der deutlichen 0:3-Niederlage gegen Kroatien richtet sich der Frust der argentinischen Anhänger vor allem gegen Trainer Jorge Sampaoli – im Stadion kam es zu Rangeleien. Auch Diego Maradona erlebte ein Wechselbad der Gefühle.

Nischni Nowgorod - Die argentinische Fußball-Seele musste in den ersten beiden Gruppenspielen der Gauchos einiges an Schmerz aushalten. Zuerst das magere 1:1-Unentschieden gegen WM-Neuling Island, dann das klare 0:3 gegen starke Kroaten. Argentinien und der enttäuschende Superstar Lionel Messi stehen vor dem Aus – dabei standen die „Albiceleste“ bei der vergangenen WM in Brasilien noch im Finale.

Sehen Sie im Video: So besiegten die Kroaten Lionel Messi und Co.

Zwischen den Erwartungen der Anhänger und der Leistung der Mannschaft von Nationaltrainer Jorge Sampaoli klafft eine große Lücke. Das sorgt für Frust – nicht nur unter den mitgereisten Fans: Auch Diego Maradona verfolgte das Spiel gegen Kroatien auf der Tribüne und verdrückte angesichts des enttäuschenden Spiels sogar ein paar Tränen.

Vor dem Anpfiff der Partie hatte das noch ganz anders ausgesehen und der impulsive Argentinier feuerte seine Mannschaft mit vollem Einsatz an.

Nach dem Ende des Spiels verloren einige wütende Fans die Selbstbeherrschung und drängten Richtung der argentinischen Trainerbank. Einige wenige Fans mussten von Ordnern zurückgehalten werden, spuckten in Richtung des Trainers, eine Flasche wurde geworfen. Auch Schmähgesänge ertönten aus dem Bereich der südamerikanischen Anhänger.

Ein Twitter-User kommentierte die Pleite mit dem Song „Don’t Cry For Me Argentina“ (dt.: Weine nicht für mich, Argentinien) von Madonna. Denn: Maradona selbst hatte Kroatien als Gruppengegner Argentiniens bei der WM-Auslosung im vergangenen Jahr gezogen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: