2012 haben Fußballfans die EM in der Nähe des Eiffelturms schauen können, aber nur nach dreifacher Taschenkontrolle. Foto: dpa

Wer in Frankreich die Spiele der Fußball-WM gemeinsam mit vielen anderen gucken will, muss sich strengen Kontrollen unterziehen. Restaurtants und Kneipen müssen sich an Vorgaben des Innenministeriums halten.

Paris - In Frankreich sind Fanmeilen während der Fußball-WM erlaubt - sie müssen aber abgegrenzt und abgesichert sein. Medieninformationen, wonach sein Ministerium Public Viewing in öffentlichen Bereichen grundsätzlich verbiete, träfen nicht zu, teilte Innenminister Gérard Collomb in Paris mit.

Gegenüber der Fußball-EM 2016, die in Frankreich stattfand, gebe es keine Änderung bei den Sicherheitsanforderungen, so der Ressortchef. Besucher der offiziellen Fanmeilen waren damals dreifach kontrolliert worden. Public Viewing in öffentlichen Bereichen war jenseits der Fanmeilen aus Sorge vor Anschlägen untersagt.

Übertragungen nur in streng kontrollierten Bereichen

Kneipen und Restaurants durften ihre Fernseher und Videoleinwände nur in geschlossenen Räumen oder in von außen nicht zugänglichen Biergärten und Terrassen aufstellen.

„Angesichts des aktuellen Klimas terroristischer Bedrohungen müssen die bei der letzten Europameisterschaft angewandten Sicherheitsverfahren wieder mit derselben Effizienz eingesetzt werden.“ Während der in Frankreich ausgetragenen EM 2016 gab es zehn offiziell genehmigte „Fanzonen“, in jeder Gastgeberstadt eine. Aber „diese Übertragungen können diesmal nur in geschlossenen oder streng kontrollierten Bereichen stattfinden“. Sie benötigten „umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen“ und gingen auf „Kosten des Veranstalters“.

Die WM-Endrunde findet vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland statt. Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Terroranschlägen erschüttert, über 240 Menschen wurden dabei aus dem Leben gerissen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: