Fußball-WM 2018 Diese Werbeaktionen sind gar nicht weltmeisterlich

Von red/ dpa 

Zur Fußball-WM in Russland hat die Fastfood-Kette Burger King Frauen, die von einem WM-Spieler schwanger werden, ein lebenslanges Burger-Abo und eine Prämie angeboten. Foto: AP
Zur Fußball-WM in Russland hat die Fastfood-Kette Burger King Frauen, die von einem WM-Spieler schwanger werden, ein lebenslanges Burger-Abo und eine Prämie angeboten. Foto: AP

Die Marketing-Abteilungen lassen sich passend zur Fußball-WM wieder einiges einfallen. Viele der lustig gemeinten Werbeaktionen gehen aber nach hinten los. So auch die jüngste Idee der Fastfood-Kette Burger King.

Moskau - Viele Unternehmen springen während der Fußball-Weltmeisterschaft auf den Werbe-Zug auf und wollen ihre Produkte mit kreativen Ideen an den Fan bringen. Auch passend zur WM 2018 in Russland versuchen Dr. Oetker, Rewe oder Burger King ihr Marketing-Glück. Doch nicht immer kommen die Botschaften bei den Verbrauchern gut an.

Alle Informationen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland finden Sie hier.

So musste sich die Fast Food-Kette Burger King für eine geschmacklose Anzeigenkampagne entschuldigen. Sie hatte Frauen die lebenslange Versorgung mit Hamburgern und eine Geldprämie für den Fall in Aussicht gestellt, dass sie von einem Spieler der Fußball-WM schwanger würden. Ziel sollte sein „die besten Fußballgene zu bekommen“ und den Erfolg für das russische Team für Generationen zu sichern“. Die Anzeige wurde am Dienstag zurückgezogen, kursiert aber weiter in russischen sozialen Medien.

In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AP sagte Burger King, dass das Angebot „nicht unsere Marke und unsere Werte repräsentiert und wir Schritte unternehmen, um sicherzugehen, dass so etwas nicht noch einmal passiert“.

Auch Rewe vergreift sich mit einem wohl witzig gemeinten Tweet zum Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko im Ton und erntet damit heftige Kritik in den sozialen Netzwerken:

Das Supermarkt-Unternehmen sah sich aufgrund der Kritik ebenfalls gezwungen, den Tweet zu löschen, und entschuldigte sich: „Wir haben diesen nun gelöscht, um auszuschließen, dass er für Zwecke, die abseits des hier gemeinten Lebensmittelkontexts stehen, missbraucht wird.“

Mit „Back deinen Mann glücklich, auch wenn er eine zweite Liebe hat“ wollte das Unternehmen Dr. Oetker auf sein spezielles Backangebot zur Fußball-WM aufmerksam machen:

Neben Deko-Fußbällen und grünen Zucker-Streuseln bietet Dr. Oetker auch einen Cake-Wettbewerb an, bei dem der schönste WM-Kuchen für „deinen Liebsten“ prämiert wird. Für das Netz ein klares Zeichen eines sexistischen und rückständigen Frauenbildes:

Der Marketing-Gag des Wurstherstellers Grillido ging ebenfalls nach hinten los. In Anlehnung an den 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien bei der Weltmeisterschaft 2014 gibt es im Handel eine Grill-Packung mit sieben weißen und einer braunen Wurst.

Laut des Herstellers sei die Farbe aber das Resultat unterschiedlicher Zutaten. Neben der Deutschland-Brasilien-Packung gibt es noch weitere Wurstvarianten, wie „Mexiko“ mit Mais und Paprika oder „Frankreich“ mit Blattspinat und Hirtenkäse.

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