FCE-Stürmer Dorde Smiljic (links) kehrt beim Auswärtsspiel in Friedrichshafen auf den Platz zurück. Foto: Michael Treutner

Den Verbandsligisten FC Esslingen plagen Personalsorgen. In der Fußball-Bezirksliga sowie der Kreisliga A spitzt sich der Auf- und Abstiegskampf weiter zu.

Fünf Saisonspiele sind in den Amateurfußballligen der Region noch zu absolvieren – und Spannung gibt es oben wie unten.

 

Für den Verbandsligisten FC Esslingen geht es beim VfB Friedrichshafen darum, die positiven Leistungen der vergangenen Wochen erneut in etwas Zählbares umzumünzen. In der Bezirksliga spitzt sich indes die Lage im Kampf gegen den Abstieg weiter zu. Vor allem der Drittletzte FV Plochingen spürt den Druck.

Aber sogar der TSV Denkendorf – Rang neun mit 32 Punkten – muss aufpassen, den Negativtrend nicht fortzusetzen. Gegen den Sechsten VfL Kirchheim peilen die Denkendorfer daher dringend einen Sieg an. „Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Es steht nun eine wichtige Phase im Kampf um den Klassenverbleib an“, betont Denkendorfs spielender Co-Trainer Georgios Natsis. Die nächsten Wochen dürften zeigen, wer im Saisonendspurt die Nerven behält – und für wen es noch einmal eng wird.

Verbandsliga

Der FC Esslingen (Rang 14) ist seit fünf Spielen ungeschlagen und hat sich durch seine starke Serie wieder auf fünf Punkte an den Abstiegsrelegationsrang herangearbeitet. Am Samstag um 15.30 Uhr gastiert der FCE beim Siebten VfB Friedrichshafen. Dabei wartet auf die Esslinger eine knifflige Aufgabe – auch, weil Coach Dominik Eitel personell improvisieren muss. „Wir haben viele Verletzte dazubekommen, angefangen bei Florian Nikl. So viele kranke und angeschlagene Spieler in einer Woche hatten wir in dieser Saison noch nicht. Es gibt viele Fragezeichen“, sagt Eitel, der sich aber darüber freut, dass Top-Torjäger Dorde Smiljic nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder mitwirken darf. Trotz der jüngsten Friedrichshafener Ausbeute von nur drei Punkten aus fünf Spielen warnt Eitel: „Das ist dennoch eine gute Mannschaft.“

Landesliga

Derweil geht es für die Kicker des Elften FV Neuhausen am Samstag um 15.30 Uhr beim Achten VfL Sindelfingen darum, die nächsten Punkte zu sammeln, sich mehr Luft nach unten zu verschaffen und den Abstiegskampf allmählich aus den Köpfen zu bekommen. Der jüngste 3:0-Heimsieg gegen den Tabellennachbarn GSV Maichingen brachte dem FVN jedenfalls Selbstvertrauen – und einen Sechs-Punkte-Puffer auf den Abstiegsrelegationsplatz. Einen Tag später, am Sonntag um 15 Uhr, ist das mit elf Punkten abgeschlagene Schlusslicht FV Sontheim/Brenz beim zuletzt schwächelnden Sechsten TSV Köngen zu Gast. Die Köngener brauchen dringend ein Erfolgserlebnis, um den Anschluss nach oben nicht weiter zu verlieren.

Indes präsentierten sowohl die Köngener als auch die Neuhausener je weiteren einen Neuzugang für die kommende Runde. Zum TSV kehrt Defensivmann Max Cavallo zurück, der vom A-Ligisten TSV Wendlingen kommt und bereits von 2021 bis 2023 zwei Jahre für die Köngener in der Landes- und Bezirksliga auflief. Auch beim FVN gibt es einen Rückkehrer: Adonis Shalaj wechselt vom Ligakonkurrenten TV Echterdingen zurück nach Neuhausen.

Bezirksliga

„Wir sind seit vier Spielen sieglos und der Verlauf spiegelt die Hinrunde wider. Da sah es genauso aus“, sagt der spielende Co-Trainer Natsis mit Blick auf die Partie seines TSV Denkendorf am Sonntag um 15 Uhr zu Hause gegen den VfL Kirchheim. „Das Hinspiel haben wir dann verloren, nun gilt es also, den Hebel früher umzulegen. Wir treffen auf eine offensivstarke Mannschaft, aber unsere Formkurve zeigt nach oben, und wir wollen das beste Paket auf den Platz bringen“, ergänzt Natsis. Er weiß, dass ein Sieg den Denkendorfern Luft im Kampf gegen den Abstieg verschaffen würde.

Denn in den unteren Tabellenregionen bleibt es spannend – und vor allem für den FV Plochingen – Drittletzter mit 21 Punkten – wird die Luft immer dünner. Die Plochinger sind am Sonntag um 15 Uhr auf dem Pfostenberg gegen den Siebten FV Vorwärts Faurndau gefordert. Auf dem Relegationsrang darüber und mit vier Punkten mehr auf dem Konto rangiert der TSV Berkheim, der zur selben Zeit mit einem Sieg beim Abstiegskonkurrenten TSV Oberboihingen den nächsten Schritt ans rettende Ufer machen möchte.

Ebenfalls am Sonntag um 15 Uhr ist der Achte TSG Salach beim Vierten TSV RSK Esslingen zu Gast. Die Esslinger können diese Partie als starker Aufsteiger jedenfalls entspannter angehen lassen, wollen aber freilich Platz vier verteidigen.

Kreisliga A

Nach dem laut Spielleiter Thomas Stiehl „unnötigen 0:0-Unentschieden“ seines Spitzenreiters TSV Deizisau zuletzt beim VfB Oberesslingen/Zell wollen die Deizisauer nun wieder drei Punkte holen. Am Sonntag um 15.30 Uhr empfängt der TSV den Zwölften TB Ruit. „Wir haben die Liga da oben wieder spannend gemacht, wollen aber Erster bleiben – und da zählen nur Erfolge. Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben, daher ist ein Sieg Pflicht“, betont Stiehl. Ruits Kapitän Dirk Schimmele würde sich freilich darüber freuen, dem Favoriten ein Bein stellen zu können: „Die Rollen sind klar verteilt und wir sind der klare Underdog. Aber wir sahen gegen die vermeintlichen Favoriten immer gut aus und können ohne Druck aufspielen. Deizisau muss gewinnen, wir können – daher freuen wir uns darauf.“

Gleich zwei Teams haben mit 47 Punkten nur zwei Zähler weniger als die Deizisauer auf dem Konto und wollen dem Spitzenreiter im Nacken bleiben. Der Zweite TV Unterboihingen gastiert am Sonntag um 15 Uhr beim Vorletzten SG Eintracht Sirnau, der dringend Punkte braucht, um nicht in der roten Zone festzusitzen. Der Drittplatzierte TSV Wernau ist zur selben Zeit beim starken Aufsteiger und Zehnten SC Altbach zu Gast und hat damit keine leichte Aufgabe vor der Brust.

Auch der Vierte TV Nellingen und der Fünfte TSG Esslingen sind noch in der Verlosung um den Aufstieg – zumindest aber um den Relegationsplatz. Beide müssen dafür allerdings dranbleiben. Die Nellinger gastieren am Sonntag um 15.30 Uhr beim Siebten TSV Wendlingen. „Das wird eine spannende Aufgabe, denn man sieht, dass sich das vordere Feld ausgedünnt hat. Wir haben aus den vergangenen fünf Spielen vier Siege geholt und wollen diese Quote auch in den letzten Partien fortsetzen“, sagt TVN-Spieler Felix Gentner und fügt hinzu: „Wer von den Teams da vorne ein Spiel verliert, ist so gut wie aus dem Rennen raus. Jedes Spiel ist nun ein Endspiel.“ Das Hinspiel gegen Wendlingen habe der TVN knapp verloren. „Das wollen wir wiedergutmachen, die Serie ausbauen und unser Saisonziel oberes Drittel schnell erreichen“, sagt Gentner, der optimistisch ist: „Die gute und konzentrierte Stimmung bei uns im Team ist zu spüren.“

Von Endspielen sprechen auch die TSG-Kicker – allerdings auch, weil es bei ihnen zuletzt nicht ganz rund lief. „Durch die beiden verlorenen Punkte zuletzt ist nun eigentlich jedes Spiel ein Finale. Wir brauchen aus fünf Spielen fünf Siege, um etwaige Patzer der Konkurrenz ausnutzen zu können“, betont TSG-Pressewart Dominic Hornisch. Starten wollen die Esslinger damit am Sonntag um 15.30 Uhr im Heimspiel gegen den TV Hochdorf, der ebenfalls noch Punkte braucht, um nicht weiter nach unten abzurutschen. „In böser Erinnerung ist auch noch das Hinspiel, in dem wir in Hochdorf mit 0:7 baden gegangen sind. Wir sind aber optimistisch, das zu Hause auf unserem Platz entscheidend besser machen zu können“, sagt Hornisch.

Zähler braucht derweil auch der FV Neuhausen II auf Abstiegsrelegationsrang 14, der am Sonntag um 15 Uhr zu Hause auf den Sechsten ASV Aichwald trifft. Der ASV hat sechs Punkte Rückstand auf Platz zwei und versucht, am oberen Feld dranzubleiben.

Kreisliga B

In der Staffel 1 bleibt der Kampf um Relegationsplatz zwei spannend. Der Zweite TSV Baltmannsweiler und der Dritte TSV RSK Esslingen II sind zwar spielfrei, der Vierte TSV Deizisau II kann aber Boden gutmachen. Die Deizisauer empfangen am Sonntag um 13 Uhr den TB Ruit II. „Das Hinspiel endete 2:2, daher haben wir noch etwas gutzumachen. Wir wollen mit einem Sieg oben dranbleiben und am Ende zumindest in den Top Fünf landen“, sagte TSV-Spielleiter Stiehl.