In der Kreisliga A bleibt das Aufstiegsrennen supereng. Foto:  

Fußball-Verbandsligist FCE will beim Abstiegskonkurrenten die Wende schaffen. In der KLA stehen mehrere direkte Duelle an.

Der Ball rollt wieder – und der Auftakt ins neue Fußballjahr hat bereits erste Spuren in den Tabellen der Amateurligen hinterlassen. Während einige Teams erfolgreich gestartet sind, mussten andere zum Jahresbeginn Rückschläge hinnehmen.

 

In der Kreisliga A bleibt das Rennen supereng: Der VfB Reichenbach (Rang drei) und der Vierte TSV Deizisau machten durch ihre jeweiligen Siege Plätze gut – und beide stehen sich am Freitagabend auf der Hinteren Halde im Duell gegenüber. Für den Verbandsligisten FC Esslingen wird die Situation im Tabellenkeller dagegen zunehmend brenzlig. Nach zuletzt zwei Niederlagen muss der FCE dringend wieder punkten – zumal in dieser Saison im Extremfall sogar bis zu neun Mannschaften absteigen könnten, sollte es sechs württembergische Absteiger aus der Oberliga geben. „Über diese Rechenspiele machen wir uns keine Gedanken. Wir wollen die Partie am Sonntag beim TSV Weilimdorf siegreich gestalten, ein Zeichen setzen und uns eine gute tabellarische Ausgangslage verschaffen“, betont FCE-Coach Dominik Eitel.

Verbandsliga

Der FC Esslingen (Rang 15) gastiert beim TSV Weilimdorf, der den derzeitigen Relegationsabstiegsplatz zwölf belegt. „Es fällt mir schwer, die Weilimdorfer einzuschätzen, denn seit dem Hinspiel hat sich bei ihnen vieles verändert. Alles Weitere wäre ein shot in the dark“, beginnt FCE-Coach Dominik Eitel und ergänzt: „Zudem werden die Platzbedingungen besonders sein, denn entweder spielen wir auf einem kleinen Kunstrasen oder auf einem sehr schlechten Rasenplatz. Daher erwarte ich ein umkämpftes Spiel.“ Für den Esslinger Trainer sind das aber zunächst zweitrangige Faktoren: „Der Fokus liegt auf uns. Wir haben unter der Woche einen guten Schritt im Training gemacht. Nun geht es darum, in einem wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten zu gewinnen – und eine Leistung zu zeigen, die es uns auch künftig ermöglichen wird, Punkte zu holen.“ Zugleich relativiert Eitel den Eindruck, die FCE-Abwehr habe nach der 2:6-Pleite gegen Spitzenreiter Young Boys Reutlingen grundsätzliche Probleme: „Unser langfristiges Problem war und ist eher die Offensive. Die gute Tendenz aus der vergangenen Partie gilt es nun fortzuführen.“

Bezirksliga

In der Bezirksliga stehen richtungsweisende Duelle an. Der Achte TSV Denkendorf tritt am Sonntag (15.30 Uhr) beim Tabellennachbarn TSG Salach an und könnte mit einem Sieg einen weiteren Schritt in Richtung gesichertes Mittelfeld machen. „Es ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, denn die Salacher sind nur drei Punkte von uns entfernt. Daher gilt es, etwas Zählbares mitzunehmen. Wir hatten mit dem 5:0-Sieg gegen Schlusslicht SC Geislingen II einen guten Auftakt nach der Winterpause und sind optimistisch“, sagt Denkendorfs spielender Co-Trainer Georgios Natsis und fügt hinzu: „Einfach wird die Aufgabe aber nicht, denn Salach ist ein unglaublich eingespieltes Team und individuell gut besetzt. Wir wollen den Schwung aus dem Spiel gegen die Geislinger mitnehmen.“ Eine schlechte Nachricht gab es für die Denkendorfer allerdings noch: Die schlimmen Befürchtungen bestätigten sich bei Keeper Steffen Schulze, der sich im vergangenen Spiel verletzt hatte. „Er hat sich die Achillessehne gerissen und wird uns leider lange fehlen“, erzählt Natsis.

Auch der Elfte FV Plochingen hat ein wichtiges Spiel vor der Brust: Gegen den einen Platz, aber mit 17 Zählern punktgleich hinter den Plochinger liegenden TSV Oberboihingen bietet sich am Sonntag (15 Uhr) die Chance, den Abstand zum Abstiegsrelegationsplatz zu vergrößern – und etwas Luft im Tabellenkeller zu gewinnen. Derweil bekommt es der Sechste TSV RSK Esslingen nach dem zuletzt starken 2:2-Remis beim nun Zweitplatzierten 1. FC Heiningen mit dem nächsten Aufstiegsanwärter zu tun. Die Esslinger treffen im Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr) auf den Dritten SV Ebersbach. Bereits am Donnerstagabend trat der Vorletzte TSV Berkheim beim Vierten TSV Weilheim an (Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest).

Kreisliga A

Zweiter gegen Erster – oder auch TSV Wendlingen gegen den TSV Wernau – lautet das Spitzenduell, das am Sonntag (15 Uhr) auf dem Rasenplatz am Speck stattfindet. Beide Mannschaften starteten mit einem Sieg ins neue Jahr. Die Wernauer wollen ihre Spitzenposition festigen – zumal sie nur einen Punkt Vorsprung auf die Wendlinger haben. Nicht minder spannend ist das Duell der direkten Verfolger: Der Tabellendritte VfB Reichenbach ist am Freitag (19.45 Uhr) beim Vierten TSV Deizisau zu Gast. „Mit einer Leistung zuletzt wie im Spiel gegen den FV Neuhausen II brauchen wir da gar nicht hinfahren“, sagt VfBR-Abteilungsleiter Ioannis Fotarellis.

Dahinter versuchen der Fünfte ASV Aichwald sowie die TSG Esslingen freilich mit einem Sieg, Schritt zu halten und noch weiter nach vorne zu klettern. Die Aichwalder empfangen am Sonntag (15.30 Uhr) den Elften SC Altbach und ASV-Coach Jan Singer hat einen einfachen Matchplan parat: „Wir wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben und einfach wenig Tore bekommen. Beim 2:0-Sieg gegen die TSG haben wir ein gutes Spiel gegen den Ball gemacht und daran wollen wir anknüpfen.“ Aber Singer hat auch Respekt vor den Altbachern, die laut ihm „nicht der klassische Aufsteiger sind, ihre Sache gut machen und sich vom hinteren Feld etwas abgesetzt haben“.

Wie eng es in der KLA zugeht, zeigt der Blick auf die Tabelle, denn zwischen dem ASV und dem SCA liegen nur sechs Punkte. Die TSG ist indes am Sonntag (13 Uhr) beim Drittletzten Neuhausen II gefordert – aber Pressewart Dominic Hornisch betont, dass „die Niederlage gegen Aichwald aus den Kleidern geschüttelt ist“ und die Esslinger es besser machen wollen. „Wir gehen als klarer Favorit in die Partie, dürfen den Gegner aber keineswegs unterschätzen. Neuhausen II steckt tief hinten drin und wird uns alles abverlangen“, sagt Hornisch und fügt hinzu: „Für uns geht es darum, zum einen dagegenzuhalten und zum anderen unsere fußballerische Klasse auszuspielen. Wir wollen oben dranbleiben.“

Nicht den Anschluss an das obere Drittel verlieren möchte indes auch der Siebte TV Nellingen, der mit einem 3:3-Remis beim Vorletzten TSV Notzingen ins neue Jahr gestartet ist. Die Nellinger empfangen am Sonntag (15.15 Uhr) den Tabellennachbarn TV Unterboihingen, der im Aufstiegskampf – fünf Punkte weniger als Spitzenreiter Wernau – ein Wörtchen mitreden möchte. „Wir machen uns da nicht verrückt. Gegen den TVU wird es brutal eklig, aber wir können zu Hause etwas holen“, sagt TVN-Spieler Felix Gentner. Auch ganz unten kommt es zu einem direkten Duell: Der Vorletzte SG Eintracht Sirnau ist am Sonntag (13 Uhr) beim einigermaßen abgeschlagenen Letzten FV Plochingen II zu Gast. Während die Sirnauer mit einem Sieg auf den Abstiegsrelegationsplatz 14 springen und einen Neun-Zähler-Abstand auf das Schlusslicht aufbauen könnten, würden die Plochinger mit einem Erfolg wieder auf drei Punkte an die SGE herankommen.

Den Abstand nach hinten vergrößern möchten ebenfalls der Neunte TV Hochdorf und der Zehnte TB Ruit, die am Sonntag (15.30 Uhr) ebenfalls im direkten Duell auf dem Kunstrasenplatz in den Talwiesen aufeinandertreffen. „Das Hinspiel gewannen wir klar mit 5:1. So deutlich, wie das Ergebnis es aussagt, war es aber nicht. Die Hochdorfer sind derzeit gut drauf, daher glaube ich, dass die Tagesform entscheiden wird“, sagt TBR-Coach Pascal Rückle und ergänzt: „Wir wollen den Schwung aus dem 5:1-Sieg gegen Altbach mitnehmen und an die Leistung anknüpfen. Gegen die Altbacher waren es nur Kleinigkeiten, die wir nun noch verbessern müssen.“

Kreisliga B

In der Kreisliga B 1 möchte der Zweite TSV Baltmannsweiler nach der 2:4-Niederlage im Spitzenspiel gegen den Ersten TSVW Esslingen am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen den TSV Scharnhausen den ersten Sieg nach der Winterpause holen. Der TSVW ist am Sonntag (13 Uhr) beim Siebten TB Ruit II zu Gast. Für den Elften SG Eintracht Sirnau II geht es indes zur selben Zeit darum, einen Pflichtsieg beim Schlusslicht SGM Lichtenwald/Winterbach II einzufahren, um den Rückstand auf den Abstiegsrelegationsrang acht zu verkürzen. „Wir sind aber gewarnt, denn die Lichtenwalder haben sowohl im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel als auch in der ersten Partie in 2026 das entscheidende Gegentor erst in der Nachspielzeit kassiert. Das wird kein Selbstläufer werden“, betont SGE-II-Coach Patrick Funk.