Uwe Eberhard: Offensivkraft mit Landesligaerfahrung aus Rutesheim. Foto: Andreas Gorr

Meister hinter den dreien aus der anderen Liga – mit diesem Titel durfte sich der TSV Merklingen in der vergangenen Runde schmücken. Ingersheim, Hellas Bietigheim und Pflugfelden spielten ganz vorne. Merklingen hatte zum Führungstrio einen Sicherheitsabstand von 20 Punkten. Aus dieser Tabellensituation einen Anspruch für die neue Runde abzuleiten, verbietet sich für den neuen Trainer Christian Steidle,

Merklingen - Meister hinter den dreien aus der anderen Liga – mit diesem Titel durfte sich der TSV Merklingen in der vergangenen Runde schmücken. FV Ingersheim, Hellas Bietigheim und TV Pflugfelden spielten ganz vorne ihren eigenen Wettbewerb aus. Das Merklinger Team war das Beste von allen anderen, hatte aber zum Führungstrio einen Sicherheitsabstand von 20 Punkten.

Aus dieser Tabellensituation einen Anspruch für die neue Runde abzuleiten, verbietet sich für den neuen Trainer Christian Steidle, der Wolfgang Buck beerbt hat. Zum einen sind Hellas und der TV Pflugfelden nach wie vor in der Liga, zum anderen hat der TSV Merklingen einen kleinen Umbruch vollzogen. Nachdem sich der Verein in den vergangenen Runden wieder im Bezirksoberhaus etabliert und die Mannschaft sukzessive punktuell verstärkt hat, sind in dieser Saison zwölf Neuzugänge zu integrieren. Verlassen haben den Verein, beziehungsweise stehen nicht mehr zur Verfügung – sieben Akteure. Und dazu muss Christian Steidle zeigen, dass er der Richtige für die Bezirksliga ist. Zweifel haben sie in Merklingen nicht. Schließlich ist der 38-Jährige seit 2002 beim TS V, coachte in den vergangenen beiden Runden die zweite Mannschaft in der Kreisliga B.

Den größten Aderlass hat der TSV Merklingen in der Offensive zu verkraften. Leonard Saku (elf Treffer) versucht es noch einmal höherklassig beim Landesligisten FC Gärtringen. Marcus Bofinger (13) ist auf Jobsuche und weiß noch nicht wo es ihn hin verschlägt. Zudem ist mit Kai Woischiski erst wieder im kommenden Jahr zu rechnen. Der mit 22 Treffern beste Merklinger Torschütze der vergangenen Runde ist kurz vor Beginn der Vorbereitung am Kreuzband operiert worden. Alleine dieses Trio kam somit auf etwas mehr als die Hälfte der 87 Merklinger Saisontreffer.

Steidle weiß, dass er diese individuelle Qualität nicht eins zu eins ersetzen kann. „Es geht nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung“, sagt er deshalb. Als Alternativen für den Offensivbereich sieht er den nach Verletzung zurückgekehrten Thomas Hampel, Philipp Knödler von der eigenen zweiten Mannschaft (Steidle: „Er hat gutes Potenzial“), sowie die Neuzugänge aus Rutesheim, Uwe Eberhard und Sebastian Stoy. Im Tor tritt Sven Reichmann (SpVgg Weil der Stadt) die Nachfolge von Marc Wellinger an, der zunächst pausiert.

Bei dem Vorhaben, erneut im vorderen Tabellendrittel zu landen, kann Steidle auf einen Kader von 27 Spielern und zwei Torhütern zurückgreifen. Trotz der personell starken Ausstattung musste der Trainer in manchem Vorbereitungsspiel fast schon improvisieren, um eine Mannschaft zusammen zu bekommen. „Der Konkurrenzkampf fehlt, weil zu viele Spieler nicht da sind“, beklagte er sich. „Und diejenigen, die immer da sind, laufen Gefahr, sich wegen Überbelastung zu verletzen. Das kenne ich aus meiner aktiven Zeit anders. Gerade wenn ein neuer Trainer gekommen ist, dann hat man sich besonders reingehängt, um sich zu empfehlen.“

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