Die Amateurfußballteams der Region steigen bereits in den Trainingsbetrieb ein. Der TSV Denkendorf verstärkt sich derweil für den Aufstiegskampf in der A-Liga.
Nach frostigen Wochen steigen die Temperaturen am Wochenende laut den Wetterfröschen wieder etwas an, und mit ihnen kehrt auch das Leben auf den Fußballplätzen zurück. Einige Teams aus der Region nutzen die milderen Bedingungen, um in die Vorbereitung zu starten, andere haben dagegen schon die ersten Trainingseinheiten hinter sich und tauten bereits ihre Beinmuskeln auf. Die Rückrunde, die erst Anfang März beginnt, verspricht Spannung in den jeweiligen Spielklassen. Und ein paar Kicker schnüren seit der Winterpause nun die Stollenschuhe für einen anderen Verein. So zieht es unter anderem den 22-jährigen Kicker Paul Wörthmann vom Bezirksligisten TSV Köngen zurück zu seinem Heimatclub TSV Denkendorf.
„Wir müssen nicht aufsteigen, aber wir wollen“
Eine 0:2-Niederlage gegen den Siebten TSG Salach brachte den Bezirksliga-Zweiten TSV Köngen am letzten Spieltag vor dem Jahreswechsel etwas aus dem Konzept, dennoch ist der sportliche Leiter Thomas Köhrer „mehr als zufrieden“ mit dem bis dato geleisteten. Zum Auftakt am Sonntag, 9. März, steht für die Köngener unmittelbar das Spitzenspiel gegen den Ersten 1. FC Eislingen an. „Wir müssen nicht aufsteigen, aber wir wollen. Daher müssen wir auch in der Vorbereitung etwas dafür tun“, betont Köhrer. Die TSV-Kicker beginnen ab Sonntag „mit einem Leistungstest im Fitnessstudio und gehen dann am Montag in den Trainingsbetrieb auf dem Platz“ über.
Zwar präsentierten die Köngener keine Neuzugänge im Winter, dafür kommen aber einige Spieler zurück: Der Langzeitverletzte Kapitän Sven Dobler sowie Mittelfeldakteur Noah Schadt – nach Auslandsaufenthalt – stehen wieder zur Verfügung. Demgegenüber wechselt Paul Wörthmann vom Bezirksligisten zu seinem Heimatverein nach Denkendorf zurück. „Ein super Typ. Es hat uns auch weh getan, ihn ziehen lassen zu müssen, aber wir haben halt einen großen Konkurrenzkampf auf dieser Position“, erklärt Köhrer.
Denkendorf holt vier neue Spieler
Nutznießer dieses Umstandes ist der A-Ligist TSV Denkendorf. „Wir freuen uns, dass wir ihn zur Rückkehr überzeugen konnten“, sagt Denkendorfs Co-Trainer Georgios Natsis, der neben Wörthmann noch drei weitere Zugänge verkündet: „In Faton Gashi sowie Genti Kukaj vom TSV Scharnhausen und Labinot Zegrova vom TSV Bernhausen II stoßen weitere Spieler zu uns. Zegrova wird erst einmal verletzungsbedingt noch ausfallen, die anderen beiden haben ebenfalls eine Denkendorfer Vergangenheit und werden uns eine Hilfe sein.“ Die TSV-Kicker sind bereits seit dem 12. Januar „mit einem leichten Aufgalopp“ in die Vorbereitung gestartet und haben als Drittplatzierte der KLA freilich noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden. „Es läuft so weit alles gut und wir hatten auch Glück mit dem Wetter, sind aber auch mal in eine Soccerhalle ausgewichen. Wir werden nun alles Schritt für Schritt angehen“, erklärt Natsis.
FVN verpflichtet einen Torhüter
Beim Landesligisten FV Neuhausen waren die Aussichten – zumindest auf dem Rasenplatz – noch eisig und der Achtplatzierte startete am Dienstag in die erste Trainingseinheit. „Die Plätze in Neuhausen sind dafür bekannt, dass sie wie im Wembley sind und man im Winter nicht darauf trainieren kann“, scherzt FVN-Coach Ugur Yilmaz und fügt hinzu: „Das ist wirklich etwas problematisch bei uns. Wir versuchen, viele fußballspezifische Einheiten auch ohne Ball zu machen oder in eine Soccerhalle auszuweichen.“ Um den „Platz jagen oder in den Wald schicken“, will Yilmaz seine Spieler in der Vorbereitung jedenfalls nicht: „In der unbeliebtesten Vorbereitungsphase gehört es natürlich dazu, Kraft zu tanken, aber wichtig ist auch, dass die Automatismen wieder geschaffen werden.“ Personell hat sich beim FVN auch noch etwas getan: Neben Kalle Maier, der vom Verbandsligist FC Esslingen kommt und von dem die Neuhausener „völlig überzeugt sind“ (Yilmaz), wurde in Tim Brückner ein Torhüter vom Ligakonkurrenten TSV Bernhausen verpflichtet. „Das machte Sinn, da uns unsere beiden Aufstiegskeeper Tim Stecker und Alexander Busse verlassen haben“, erklärt Yilmaz. Wohin es die beiden ziehen wird, ist noch offen. Ansonsten bleibt das Grundgerüst des Kaders gleich. Die Neuhausener sind vor dem Jahreswechsel in neun Partien ungeschlagen geblieben – und wollen genau da anknüpfen.