Im Hinspiel gegen die Sportfreunde Schwäbisch Hall verlor der TSV Weilimdorf trotz des frühen Führungstors von Andrew Addo mit 2:3. Foto: Günter Bergmann

Im Kampf um den Klassenverbleib tritt der TSV Weilimdorf am Samstag in Schwäbisch Hall an. Ein Sieg würde die Arbeit des Sportlichen Leiters erleichtern.

Ein Sieg des TSV Weilimdorf an diesem Samstag (14 Uhr) bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall würde die Arbeit von Michael Bachmann erheblich erleichtern. Denn damit würde der Aufsteiger einen großen Schritt in Richtung Verbleib in der Fußball-Verbandsliga machen. Als Sportlicher Leiter der Nord-Stuttgarter arbeitet Bachmann seit Wochen am Kader für die kommende Saison. Doch etliche Zusagen von aktuellen Spielern und potenziellen Neuzugängen stehen noch aus. Der erfahrene Funktionär weiß auch, woran das liegt: „Viele bitten um etwas Zeit. Da geht es in erster Linie darum, dass sie schauen wollen, in welcher Liga wir in der nächsten Saison spielen.“

 

Als Tabellenneunter (38 Punkte, 58:68 Tore) ist für die Weilimdorfer diese Frage noch offen. Drei Punkte gegen den direkten Konkurrenten Hall (Platz zehn, 37 Punkte, 50:60 Tore) würden für eine klare Tendenz in Richtung Verbandsliga sorgen und damit die eine oder andere vorzeitige Zusage ermöglichen. Definitiv bleiben werden Tamer-Harun Fara, Giuseppe Berretta, Tarik Bouich, Samir Genc, Terry Offei und Erdinc Bozoglu. Die Gespräche mit Riccardo Scarcelli über eine Verlängerung sind weit fortgeschritten, „die Tinte ist aber noch nicht trocken“, wie Bachmann sagt. Auch beim Ur-Weilimdorfer Daniel Baierle sieht Bachmann „keine Schwierigkeiten“. Gerne halten möchten die Weilimdorfer den erst im Winter verpflichteten Torhüter Joel Heske, den Vizekapitän Enis Küley, den Spielführer Bastian Joas und den aktuell angeschlagenen Angreifer Chrysowalandis Kugiumtzidis.

Bei Joas hängt es auch an seinem Gesundheitszustand. Die Partie gegen seinen Ex-Verein Schwäbisch Hall verpasst der Weilimdorfer Kapitän aufgrund seiner Hüftoperation vor mehreren Wochen. „Für ihn wird es immer einen Platz beim TSV Weilimdorf geben, egal in welcher Funktion“, versichert Bachmann. Beim Winterneuzugang Roman Kasiar, Andrew Addo, Maximilian Kuchler sowie dem Keeper Matej Barisic (ausgeliehen von Türkspor Neckarsulm) ist noch alles offen. Bei Maximilian Wojcik stehen die Zeichen aufgrund vieler Verletzungen und kommender Vaterfreuden auf Abschied. „Komplett abgesagt hat aber noch niemand“, berichtet Bachmann. Kommen sollen zudem zwei Innenverteidiger und ein Sechser. Auch hier sei man bereits in Gesprächen, die aber abhängig von der Ligazugehörigkeit sind.

Bittere Erinnerungen an das Hinspiel

Wichtig ist deshalb zunächst der Fokus auf das Spiel am Samstag. Im Hinspiel haben die Weilimdorfer in der Nachspielzeit noch mit 2:3 verloren. „Das war schon ein bitteres Ende. Insbesondere, weil es auch in eine andere Richtung hätte gehen können“, sagt der Trainer Oliver Stierle, der jüngst verlängert hat. Umso dringender brauchen die Weilimdorfer nun die Zähler. „Wir wissen, dass es ein Sechs-Punkte-Spiel ist – für beide Mannschaften“, sagt Stierle.

Die 1:5-Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen den Tabellenzweiten FC Holzhausen sei schnell abgehakt gewesen, berichtet Stierle. „Wir haben es analysiert. Holzhausen war klar besser und hat verdient gewonnen“, sagt der Coach. An die erfolgreichen Spiele von davor gelte es nun anzuknüpfen. Zuvor hatte der Aufsteiger vier Siege in Folge gefeiert.

Personell hat Stierle die Qual der Wahl. Bis auf Joas, Wojcik und Kugiumtzidis sind alle Spieler einsatzbereit. „Umso schwerer wird es, den Kader zu nominieren, so soll es aber auch sein“, sagt Stierle.