Der Trainer Oliver Stierle hofft, dass seine „Jungs belohnt werden“. Foto: Günter Bergmann

Der TSV Weilimdorf steht im Abstiegskampf vor drei Endspielen. Für die Heimpartie gegen den TSV Berg bangt der Trainer Oliver Stierle um seine beiden dienstältesten Kräfte.

Beim TSV Weilimdorf folgt ein Endspiel auf das nächste. Nicht nur am vergangenen Donnerstagabend, als die zweite Mannschaft im Bezirkspokalfinale gegen den SV Sillenbuch mit 6:1 gewann und zeitgleich die Futsaler den Gewinn des deutschen Meistertitels feierten. Endspiel-Charakter haben nun auch die drei verbleibenden Spiele von Teams eins um den Verbleib in der Fußball-Verbandsliga. „Wir alle wissen, dass wir noch zwei Siege brauchen“, sagt der Trainer Oliver Stierle vor dem Heimauftritt gegen den TSV Berg an diesem Samstag (15.30 Uhr).

 

Der Coach hat sich am Donnerstagabend das Pokalfinale in Bernhausen vor Ort angeschaut. Auch, weil der Großteil der eingesetzten Kicker aus seinem Kader kam. „Das war für die Spieler ja keine Degradierung, sondern ein Bonus“, sagt Stierle. Er erhofft sich vom Pokalsieg des Vereins auch einen Aufwind für seine Mannschaft.

„Ich hoffe, dass die Jungs am Ende mit dem Klassenverbleib belohnt werden, weil sie Woche für Woche dazugelernt haben“, sagt Stierle im Hinblick auf die Entwicklung des Aufsteigers in seinem ersten Verbandsligajahr. In der Hinrunde hatten die Weilimdorfer in 16 Spielen nur 15 Punkte geholt. In der Rückrunde sind es nach 13 Spielen schon 23 Zähler. Die Nord-Stuttgarter liegen damit in der Rückrundentabelle auf Rang fünf. In der Gesamtabrechnung sind sie hingegen derzeit Elfter – was wohl ein Zittern bis zum Schluss bedeuten wird. Definitiv auf der sicheren Seite ist man erst ab Platz neun.

„Wir wissen, worum es geht. Die Jungs ackern Woche für Woche“, berichtet Stierle. In den vergangenen Monaten sei das Team noch enger zusammengerückt. Dies zeige sich auch daran, dass der Großteil des Kaders für die kommende Saison zugesagt hat. Zudem sei die Defensive stabiler geworden. „Die Jungs sind reifer geworden“, weiß der Coach.

Der kommende Gegner TSV Berg gibt ihm derweil etwas Rätsel auf. Die Hinrunde beendete das Team aus dem Oberschwäbischen noch auf Rang drei. Mittlerweile befindet sich die Mannschaft von Trainer Oliver Ofentausek auf Talfahrt. Die vergangenen sechs Spiele verloren die Berger und rutschten auf den siebten Platz ab. Mit einem Sieg könnte der TSV Weilimdorf auf 41 Punkte gleichziehen und seinen Kontrahenten mit in den Abstiegskampf ziehen. Ofentausek hat zuletzt immer wieder bemängelt, dass es seiner Mannschaft an den Grundtugenden fehle. Genau die fordert Stierle von seinen Weilimdorfern auf dem Platz. „Wir müssen die Basiscs liefern. Die Jungs sind heiß. Und das will ich auch sehen, dass sie unbedingt in dieser Liga bleiben wollen“, sagt der Coach.

Eine Sorge: Die Dauerbrenner Samir Genc und Tamer-Harun Fara sind angeschlagen. Letzterer war eigentlich ein Kandidat für das Pokalfinale. Doch statt Selbstvertrauen zu tanken, fiel er wegen Rückenbeschwerden aus.