Nach sechs Niederlagen am Stück gelingt den Verbandsliga-Fußballern des TSV Weilimdorf wieder ein Unentschieden – 2:2 beim SV Fellbach.
Nach dem Spielverlauf in Hälfte eins bahnte sich für den Aufsteiger TSV Weilimdorf im Verbandsliga-Gastspiel beim SV Fellbach Teil sieben der Horrorserie an. Das Team von Trainer Oliver Stierle lag mit 0:1 zurück und hatte es nur der ungeschickten Herangehensweise der Gastgeber bei vielen überfallartigen Kontern zu verdanken, dass sich der Gegentorschaden in Grenzen hielt. Selbst ließ man abermals die Durchschlagskraft vermissen. Nach der Pause wurden die Nord-Stuttgarter aber etwas zwingender und beendeten durch das letztlich verdiente 2:2 ihren Negativlauf.
Mit entscheidend für den Aufschwung in Durchgang zwei war die Einwechslung von Daniel Baierle für den Kapitän Bastian Joas. „Ich war nicht überzeugt von ihm, habe ihn runter genommen und wollte dadurch auch ein Zeichen setzen“, begründet Stierle Joas’ Auswechslung. Mit Erfolg. Bereits in der 46. Minute glich Baierle mit Saisontor Nummer acht die frühe Platzherren-Führung von Torben Hohloch aus. Zwar hatten die Gäste in der Folge mehr Spielanteile, aber sie ließen die von Stierle zur Pause geforderte Zielstrebigkeit auch weiterhin vermissen. „Es fehlt mir einfach die letzte Überzeugung; da drehen wir noch mal auf, anstatt auch mal aus der zweiten Reihe abzuschließen“, sagt der Coach. Immerhin, die Seinen bewiesen Moral. Die Fellbacher erzielten nach einem Bilderbuchkonter durch Rafael Terpsiadis (57.) das 2:1, ehe Rinis Krasniqi nach einem Fehler von Schlussmann Levin Härtel zum 2:2 abstaubte.
„Ich habe von meiner Mannschaft in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht gesehen. Darauf können wir aufbauen und wollen nun unser letztes Spiel vor der Pause gewinnen“, so Stierle. Besagte Partie ist am kommenden Samstag, 14 Uhr, gegen den FC Rottenburg, der einen Zähler mehr als die Weilimdorfer aufzuweisen hat. In der Hinrund gelang den Nord-Stuttgartern ein 4:1-Auswärtssieg. Wenn das kein gutes Omen ist?
Weilimdorfs Spieler des Spiels
Daniel Baierle (Nominierung 3) kam nach der Pause ins Spiel und belebte das Weilimdorfer Angriffsspiel. Und das umgehend. Mit seiner zweiten Ballberührung stand er direkt vor Fellbachs Schlussmann Härtel und tunnelte diesen zum 1:1. Auch danach ging er keinem Zweikampf aus dem Weg, ein weitere Tor gelang ihm nicht mehr.
SV Fe llbach: Härtel – Kastrati, Njie, Weiß (83. Martinovic) – Gutzeit (77. Buzhala), Tobias Hohloch, Leon Baur, Torben Hohloch – Terpsiadis – Icmez (55. Stanic), Kara (55. Durmus).
TSV Weilimdorf: Barisic – Zinram-Kisch, Bozoglu, Krasniqi, Milenkovic – Offei (59. Bouich), Genc, Küley (70. Fara), Scarcelli, Addo (28. Berretta) – Joas (46. Baierle).