Der Fellbacher Zugang Dominic Sessa (rechts) zeigt sich in den Testspielen gegen den SSV Reutlingen und den TSV Oberensingen sehr präsent. Foto: Nicklas Santelli

Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach gewinnen ihr Testspiel beim ambitionierten Landesligisten TSV Oberensingen mit 6:0, nachdem sie tags zuvor auch beim 1:2 gegen den Oberligisten SSV Reutlingen phasenweise zu überzeugen wussten.

Fellbach - Er hat sehr, sehr lange auf dieses persönliche Erfolgserlebnis warten müssen – weil er zunächst verletzungsbedingt über Monate hatte pausieren müssen und weil dann, als er wieder aufs Tor hätte schießen können, das Coronavirus das Fußballspielen erst einmal nicht mehr zuließ. Am vergangenen Sonntag war es nun aber wieder soweit. Im letzten Vorbereitungsspiel der Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach vor deren ersten Pflichtspiel im württembergischen Pokalwettbewerb am Samstag hat Dominic Sessa ins gegnerische Tor getroffen.

Das Spiel beim ambitionierten Landesligisten TSV Oberensingen war gerade einmal vier Minuten alt, als der namhafte Zugang den Ball zur 1:0-Führung hinter die Linie drosch. Es war der Auftakt zu einem – auch in den Augen des Fellbacher Trainers Giuseppe Greco – guten und aufschlussreichen Spiels, das die Gäste am Ende deutlich und nach weiteren Toren von Jamie Miller, Marcello Vulcano (3) und Ali Ferati mit 6:0 gewannen. „Der Treffer war wichtig für Dominic. Ich denke, dieser wird ihn jetzt vollends in die richtige Bahn lenken“, sagte Giuseppe Greco über den Offensivspieler, der in den 58 Minuten, in denen er auf dem Feld stand, als hängende Spitze sehr präsent war hinter dem aus der eigenen A-Jugend aufgerückten Fabijan Domic.

Stets auf Höhe des Geschehens war Dominic Sessa aber auch schon tags zuvor im heimischen Max-Graser-Stadion gewesen, als der Gegner SSV Reutlingen hieß, und es nach 90 Minuten 1:2 stand. „Ich fühle mich in der Mannschaft total wohl. Und mein Knie hält der Belastung stand“, sagte der 26-Jährige nach seiner Auswechslung nach 53 Minuten. Er und seine Mitstreiter würden sich als Mannschaft immer besser zusammenfinden, einzig an Cleverness und Entschlossenheit fehle es noch. So auch am Samstag in der zehnten Minute, als Charalambos Parharidis aus kurzer Distanz und frei stehend an SSV-Keeper Enrico Alejandro Piu scheiterte. Besser gemacht hatte es zuvor Claudio Paterno, der in der vierten Minute das 1:0 für den SVF erzielt hatte. „Wir waren immer auf Augenhöhe und nicht unterlegen“, sagte Giuseppe Greco nach dem Spiel bei 35 Grad im Schatten gegen den Oberligisten.

Doch weil sich sein Verbund für den hohen Aufwand, den er betrieb, nicht mit einem Sieg belohnte, war er unzufrieden – im Gegensatz zum Spiel am Sonntag gegen den Zweiten der vergangenen Landesliga-Saison (Staffel 2). Ein grundsolider Auftritt, fast keine verlorenen Zweikämpfe, nur ein Ballverlust in der Zentrale und sechs Tore – es gab nichts, über was der Trainer hätte klagen können.

Der SV Fellbach scheint zumindest fürs Erste für das Pokalspiel am Samstag beim Landesligisten SV Ebersbach/Fils gerüstet zu sein. Dessen langjähriger Trainer Dinko Radojevic (seit 2010 im Amt) weilte in Oberensingen zwar unter den Zuschauern, viel für ihn Aufschlussreiches dürfte er aber nicht gesehen haben, hat Giuseppe Greco doch nicht seine favorisierte Elf von Beginn an auflaufen lassen.

Am Tag nach dem Pokalspiel wartet der SVF dann noch mit einem weiteren Höhepunkt auf. Am Sonntag, 11 Uhr, gastieren die Stuttgarter Kickers aus der Oberliga für ein Testspiel im Max-Graser-Stadion. Deutlich mehr gefordert als am vergangenen Samstag werden dann auch Mathias Fischer und Cüneyt Karacuha sein. Der Abteilungschef und der Kassier zeichneten gegen den SSV Reutlingen für die wegen der Coronavirus-Pandemie verpflichtende Einlasskontrolle verantwortlich. Kurz nach den Anpfiff standen 106 Namen sowie Telefonnummern auf der handschriftlich geführten Liste. „Gegen die Kickers werden wir ganz sicher die aktuell erlaubten 500 Menschen auf dem Sportgelände haben“, sagt Mathias Fischer.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: