Fußball-Verbandsligist FC Esslingen verliert gegen den SV Fellbach mit 1:2. Wird die Niederlagenserie nicht gestoppt, ist er ein Fall für die Landesliga.
Der FC Esslingen taumelt der Fußball-Landesliga entgegen. Das 1:2 (0:2) des Verbandsligisten gegen den SV Fellbach war jahresübergreifend die fünfte Niederlage in Folge und die Mannschaft bleibt tief in der roten Zone auf dem drittletzten Platz stecken. Zwei Haupt-Probleme taten sich beim Auftritt gegen die Fellbacher auf: Eine enorme Ungefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor und zu viele individuelle Fehler.
Zwei davon, beide von Florian Haradinaj, führten zu den Treffern der Fellbacher, die keinesfalls überragend agierten, denen aber eine solide Leistung zum Sieg reichte. FCE-Trainer Dominik Eitel war der Frust nach der Partie deutlich anzumerken. „Als Mannschaft war der Auftritt in Ordnung, es war sogar gut“, sagte er, „aber wenn du immer wieder so viele individuelle Fehler machst, hast du es auch nicht verdient, in der Liga zu bleiben. Das war schlecht.“ Eitel betonte, „dass das bestimmt nicht alle betrifft“. Aber „dass es jedes mal ein anderer ist“ macht es nicht leichter.
Kaum Torgefahr
In der ersten Hälfte glich die Begegnung (Kunst-) Rasenschach. Beide Mannschaften arbeiteten konzentriert und auf Passgenauigkeit sowie möglichst wenig Ballverluste bedacht. Zündende Ideen im Spiel nach vorne gab es kaum. Die Fellbacher hatten davon zumindest ein bisschen mehr. Aber während die Esslinger in Durchgang eins nicht den Hauch einer Torchance hatten, erarbeiteten sich die Fellbacher ein bis zwei halblebige Möglichkeiten – ein Kopfball da, ein Freistoß dort, der FCE-Kepper Panagiotis Diakoulas vor keine Probleme stellte. Bei den beiden Toren halfen die Esslinger mit. Zuvor schon hatten sie hin und wieder Mühe gehabt, den Ball sauber aus der eigenen Hälfte zu befördern, dann landete ein solcher Versuch von Haradinaj beim Gegner – der schaltete schnell und ging durch Tobias Hohloch in Führung. Es war die 34. Spielminute und die 200 Zuschauer hatten den ersten Aufreger gesehen. Den zweiten gab es in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Haradinaj brachte im Strafraum Sirin Emre Durmus zu Fall – Patrick Fossi verwandelte den Strafstoß routiniert zum 2:0 für die Fellbacher.
Es sah nicht gut aus für die Esslinger. Doch sie taten nach dem Wechsel, vom Rückstand getrieben, mehr für die Offensive. Hinten standen sie gleichzeitig weiterhin sicher und erlaubten den Fellbachern erst in der Schlussphase noch zwei ordentliche Möglichkeiten. Als der bis dahin komplett abgemeldete FCE-Stürmer Dorde Smiljic in der 55. Minute köpfte und eine Minute später zum Schuss kam, war er zumindest zu spüren, besagter Hauch einer Torchance. Richtig gefährlich war es aber nach wie vor nicht.
Sehenswerter Angriff zum 1:2
Der Esslinger Anschlusstreffer in der 66. Minute entsprang dann dem sehenswertesten Angriff des gesamten Spiels: Loris Portella arbeitete sich auf der rechten Seite durch, spielte nach innen und Smilic schloss ab, wie ein Stürmer abschließen muss. 1:2.
Die Wende gelang bei allem Engagement nicht mehr und die Esslinger müssen sich fragen, wie sie den Schwung des vergangenen Oktobers und Novembers mit fünf guten Spielen in Serie ohne Niederlage wiederbekommen. Das rettende Ufer ist neun Punkte entfernt – zumindest, wie es in der offiziellen Tabelle eingezeichnet ist. Denn die Zahl der Absteiger kann höher sein. Wenn der FCE die Niederlagenserie nicht stoppt, ist er so oder so ein Kandidat für die Landesliga. Elf Spiele bleiben noch für die Aufholjagd – in der vergangenen Saison gelang sie.
FC Esslingen: Diakoul – Portella, Haradinaj, Frenz, Mojasevic – Zaidmann (82. Orsolic), Pereira Almeida (82. Sarikurt) – Schubarth (84. Trento), Sichwardt, Düdder – Smiljic.
SV Fellbach: Härtel – Buzhala (87. Calemba), Kastrati, Thomas Bauer, Loraing – Tobias Holloch, Leon Bauer, Torben Hohloch (90.+2 Heilig) – Icmez (67. Dulabic), Durmus (80. Njie), Fossi (52. Terpsiadis).
Schiedsrichter: David Kaiser (Erlenmoos).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Tobias Hohloch (34.), 0:2 Fossi (45.+1/Foulelfmeter), 1:2 Smiljic (66.).
Beste Spieler: Sichwardt, Portella/Icmez, Fossi.