Bald wieder ein gewohntes Bild: Daniel Riffert (li.) als Chefcoach neben der Trainerbank während eines Spiels des TSV Heimerdingen. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der TSV Heimerdingen findet keinen neuen Trainer und setzt den Sportlichen Leiter als Cheftrainer ein: Daniel Riffert übernimmt bis zum Saisonende beim Verbandsligisten.

Eine Weihnachtsbescherung dieser Art hätte für Daniel Riffert nicht unbedingt sein müssen: Der Sportliche Leiter des Fußball-Verbandsligisten TSV Heimerdingen übernimmt das verwaiste Traineramt bis zum Saisonende. „Es war die bestmögliche Lösung“, sagt der 36-Jährige, „ich kenne die Mannschaft und das Umfeld.“

 

Nachdem der abstiegsbedrohte Club Spielertrainer Pascal Dos Santos Coelho Anfang November freigestellt hatte, übernahm Andreas Broß erfolgreich die Aufgabe und holte in drei Partien sieben Punkte – doch der 53 Jahre alte Ex-Profi entschied sich gegen eine Verlängerung seines Engagement über das Jahresende hinaus, sodass der Verein seit drei Wochen nach einem Nachfolger für die Mission Nichtabstieg fahndet.

„Wir haben einige Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt", erzählt Fußball-Chef Uwe Sippel, „doch wir konnten aus verschiedenen Gründen mit keinem eine Einigung erzielen.“ Schließlich entschied sich die Abteilungsführung zur internen Lösung: Der bisherige Sportliche Leiter Daniel Riffert wird mit dem Trainingsstart am 20. Januar das Ruder als Chefcoach übernehmen. Riffert hatte die Mannschaft in der vergangenen Saison als Trainer zur Meisterschaft und zum Aufstieg geführt, wollte aber dann zeitlich ein wenig kürzer treten und fungierte seitdem als Sportlicher Leiter.

Riffert sieht sich nicht als Notlösung

„Es war die beste Option. Einen Schnellschuss wollten wir nicht“, sagt der Rückkehrer auf die Trainerbank, „ich war verfügbar und ich hatte ja auch in meiner Aufgabe als Sportlicher Leiter viel Kontakt zur Mannschaft. Ich habe nicht nur die Spiele, sondern auch sehr viele Trainingseinheiten verfolgt.“ Bevor er den Job als Coach beim Verein 2021 angenommen hatte, spielte Riffert seit 2012 für den TSV Heimerdingen. „Ich sehe mich daher nicht als Notlösung“, betont der Familienvater. Der Aufsteiger kämpft gegen den Abstieg und liegt in der Tabelle auf Rang 14 mit sechs Punkten Abstand zum rettenden Ufer (bei einem Spiel weniger). Das Nachholspiel am 1. März beim TSV Berg wird für Daniel Riffert der Einstand – eine eminent wichtige Begegnung: Der TSV Berg hat als Tabellennachbar nur einen Punkt mehr als die Heimerdinger auf dem Konto.