Zum vorgezogenen Rückrundenauftakt stehen für die Teams schwere Auswärtsaufgaben in Oberensingen und in Fellbach an.
Die bereits abgeschlossene Hinrunde der Fußball-Verbandsliga endete für Calcio Leinfelden-Echterdingen und den TSV Weilimdorf jeweils mit einer Niederlage. Bevor es in die Winterpause geht, gilt es noch einmal Kräfte für den Auftakt zur zweiten Saisonhälfte zu mobilisieren.
TSV Oberensingen – Calcio Leinfelden-Echterdingen (Sonntag, 14 Uhr)
Noch vor drei Wochen wären die Echterdinger mit der breiten Brust eines der stärksten Auswärtsteams der Liga bei der TSV Oberensingen angereist. Wollte in den heimischen Goldäckern nur wenig zusammenlaufen, tütete die Mannschaft bis dahin starke 13 Punkte in sechs Partien auf fremdem Rasen ein. Zuletzt hat die Dominanz aber zu bröckeln begonnen. In den beiden vergangenen Auswärtsspielen setzte es gegen Esslingen (0:4) und jüngst bei Dorfmerkingen (1:3) Pleiten.
Trotz der Niederlage sorgt jene vergangene Partie gegen die Sportfreunde dann doch für Echterdinger Selbstvertrauen vor dem Rückrundenauftakt beim Viertplatzierten aus Oberensingen. „Nach dem Platzverweis waren wir in der ersten Hälfte am schwimmen, ja“, sagt der Calcio-Coach Francesco Di Frisco zwar über die rote Karte nach 27 Minuten für Stefan Todorović. Aber: „In der zweiten Halbzeit waren wir die bestimmende Mannschaft und das in Unterzahl. Wenn Pero Mamic seine zwei Topchancen nutzt, geht das Spiel anders aus.“
Was die Seinen gegen Dorfmerkingen so stark gemacht hat, will Di Frisco mit in die Partie gegen Oberensingen nehmen: Giftige Zweikampfführung, gute defensive Struktur, spielerische Überlegenheit – Spielzutaten, die das Team brauchen wird, will es dem Gegner zum Rückrundenauftakt eine deftige Kost servieren, denn: „Sie sind der absolute Favorit. Oberensingen ist ein schlafender Riese, der ganz oben mitspielen will“, ist sich Di Frisco sicher. Eine Kostprobe dessen erlebten die Seinen im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison, das der Gegner mit 3:1 für sich entschied. Zwar erzielte damals Sangar Aziz gegen die aktuell nach Holzhausen zweitbeste Defensive der Liga (17 Gegentore) die frühe Führung, in der zweiten Hälfte drehte Oberensingen aber auf. „55 Minuten lang waren wir die spielbestimmende Mannschaft“, lautet indes die positive Erinnerung.
In der bevorstehenden Partie, die aufgrund einer Veranstaltung bei der TSV Oberensingen von Samstag auf den ersten Adventssonntag verschoben wurde, ist lediglich der Ausfall des gesperrten Todorović definitiv. Hinter den unter der Woche erkrankten Philipp Seemann und Emilio Amenta stehen indes Fragezeichen.
SV Fellbach – TSV Weilimdorf (Samstag, 15 Uhr)
Immerhin mal wieder ein Erfolgserlebnis. Hatten die krisengebeutelten Weilimdorfer am vergangenen Wochenende in der Liga spielfrei, gewann das Team gegen den Bezirksligisten SV Pattonville mit 4:1. Berauschend verlief die Partie indes nicht. Erst in der zweiten Hälfte konnte der frühe eigene Rückstand gedreht werden. „Man darf das Spiel nicht überbewerten, es haben viele Jungs gespielt, die zuletzt wenig Einsatzzeit hatten“, sagt der Co-Trainer und Abteilungsleiter Philipp Härle. Dennoch ist die Leistung in der ersten Hälfte ein weiterer Beleg: Aktuell läuft es nicht rund beim Aufsteiger. Sechs Ligapleiten in Folge – so lautete die düstere Bilanz im Hinrundenendspurt.
Vor dem Auftakt der zweiten Saisonhälfte gegen die achtplatzierten Fellbach ist Härle dennoch selbstbewusst: „Mit einem Sieg können wir den Gegner mit ins Abstiegsrennen ziehen. Das ist unser Ziel und mehr als möglich.“ Woher die Überzeugung in der aktuellen Lage kommt, zumal das Hinspiel zuhause mit 2:5 verloren ging? Zum einen habe sich seine Mannschaft, die mit Rang zwölf in der potenziell roten Zone liegt, trotz zuletzt ausbleibender Punkte weiterentwickelt. „Im ersten Spiel waren wir als Aufsteiger nervös, hatten viele individuelle Fehler im Spiel“, sagt Härle. Zum anderen würden die Ergebnisse der vergangenen Partien nicht der tatsächlichen spielerischen Leistung gerecht. „Vor allem das Spiel gegen Reutlingen macht Mut“, sagt er über die jüngste 0:1-Pleite gegen den Spitzenreiter, in der er eine „überragende zweite Halbzeit“ der Seinen sah.
Dementsprechend fiebere das Team auch nicht sehnsüchtig der Winterpause entgegen – Stichwort Aufrappeln und neue Kraft schöpfen. Vielmehr lautet der Plan in den beiden verbleibenden Spielen gegen Fellbach und Rottenburg: „Wir wollen sechs Punkte holen und das Ruder noch vor der Winterpause herumreißen“, stellt Härle klar. Der Co-Trainer ersetzte in der aktuellen Trainingswoche den erkrankten Chefcoach Oliver Stierle, der gegen die Fellbacher, bei denen der zuvor verletzte Kapitän Leon Bauer ins Aufgebot zurückkehrt, aber wieder an der Seitenlinie stehen wird. Die einzige weitere Personalie, die zuletzt leichte Sorgen bereitete: Maximilian Wojcik hat muskuläre Probleme, sein Einsatz ist fraglich.