Mü Foto: Baumann

Der TSV Münchingen bezwingt in der Landesliga die SKV Rutesheim mit 2:1 (o:0). Die Elf von Trainer Dietmar Seethaler hat bei noch drei ausstehenden Spielen sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Korntal-Münchingen - Damit die Sport- und Festwoche des TSV Münchingen so richtig gelingt, wollten auch die Aktiven des TSV Münchingen ihren Beitrag dazu leisten. Das taten sie mit einem 2:1 gegen die SKV Rutesheim. Mit dem achten Heimsieg in dieser Landesligasaison sind sie dem Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nun sieben Punkte.

Im Hinspiel hatte die Elf von Dietmar Seethaler in Rutesheim gut mitgespielt – und mit 1:4 verloren. „Das passiert mir nicht noch einmal“, hatte der Trainer vor dem zweiten Aufeinandertreffen gesagt. Das Hauptaugenmerk lag zunächst auf einer stabilen Defensive. Und weil die SKV Rutesheim in der ersten Hälfte keine Mittel fand, die gegnerische Abwehr zu knacken, gab es auf beiden Seiten nur jeweils eine vielversprechende Szene, die zu einem Tor hätte führen können.

Dafür passierte in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte mehr als im gesamten ersten Durchgang. Gleich nach Wiederanpfiff unterlief Marcel Boch beim Rettungsversuch beinahe ein Eigentor (46.), auf der Gegenseite scheiterte Sebastian Kniller von der linken Seite am reaktionsschnellen Michael Grauer. Die Torchancen reihten sich im Minutentakt aneinander. Die größte für Rutesheim vergab Steffen Hertenstein nach klugem Pass von Maximilian Schwarz in die Tiefe. Michael Quattlender parierte per Fußabwehr (55.). Im direkten Gegenzug machte Michele Ancona vor, was auch aus einer solchen Möglichkeit werden kann. Von Roberto Ancona auf die Reise geschickt, überlistete er mit einem gefühlvollen Schlenzer von halblinks den herauseilenden Grauer. Schon gegen den TSV Eltingen war Ancona mit genau der gleichen Aktion zum entscheidenden 2:0 erfolgreich gewesen.

Die Rutesheimer Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Hertenstein kam mutterseelenallein nach einem Eckstoß zum Kopfball – 1:1 (61.). Ein Kopfball war es auch, der die Entscheidung brachte. Diesmal betätigte sich Michele Ancona als Vorbereiter, Kürsat Göktas vollendete zum 2:1 (76.). Die SKV hätte sich nicht beschweren können, wenn die Niederlage noch höher ausgefallen wäre. Denn nach einer gelb-roten Karte gegen Maximilian Schwarz, der zweimal innerhalb kürzester Zeit gegen Manuel Lutz gefoult hatte (85.), brachte Kevin Kreischer das Kunststück fertig, den Ball aus zwei Metern nicht im leeren Tor unterzubringen. Den Münchingern war es am Ende egal. Und auch Trainer Seethaler konnte großzügig über diese Nachlässigkeit hinweg sehen. „Die Jungs haben das wirklich gut gemacht. In meinen Augen war das ein verdienter Sieg.“ TSV Münchingen: Quattlender, Boch, Rapp, Wemmer, Di Clemente, Göktas (88. Kreischer), Lutz, Klenk, Kniller (64. Pendl), R. Ancona, M. Ancona. Rutesheim: Grauer, Bodenhöfer, Eisenhardt, Haug, Schreiber, Hertenstein, Waidelich (46. Schwarz), Liedtke (86. Geiger), Schwenker (46. Eberhard), Baake, Sideris.

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