Trotz Platz drei, einer starken Serie und Titelchancen: Hanjo Kemmler ist nicht mehr Trainer der SpVgg Weil der Stadt. Foto: Andreas Gorr

Die Entlassung von Trainer Hanjo Kemmler bei der SpVgg Weil der Stadt aus der Kreisliga A, Staffel II, Enz/Murr ist nur eine von mehreren Nachrichten aus der lokalen Fußballszene.

Ein hochkarätiger Testspielgegner für die Fußballerinnen des VfL Herrenberg, eine unerwartete Trainerentlassung bei den Männern der SpVgg Weil der Stadt, vier Neuzugänge für den Türk SV Herrenberg und eine schwere Verletzung bei einem alten Bekannten, der früher für den FC Gärtringen alles kurz und klein schoss – auch wenn gerade Winterpause ist, passiert in der Fußballszene so einiges.

 

Das gibt es auch nicht alle Tage: Nach einer beeindruckenden Serie von zehn zum Teil recht deutlichen Siegen und einem Remis in der Kreisliga A, Staffel II, Enz/Murr trennten sich zu Beginn der Winterpause völlig überraschend die Wege der SpVgg Weil der Stadt und ihrem Trainer Hanjo Kemmler (ehemals FC Gärtringen). Dem Vernehmen nach waren seine Ambitionen zu groß beim Tabellendritten. Sein Nachfolger wird vermutlich Roland Haizmann, bislang spielender Co-Trainer und früher auch schon bei SpVgg Aidlingen, VfL Herrenberg, SpVgg Holzgerlingen und SV Bondorf aktiv.

VfB Stuttgart wird Testspielgegner der Frauen des VfL Herrenberg

Wiedersehen: Am 21. Januar steht für die Frauen des VfL Herrenberg ein ganz besonderer Test auf dem Programm. Um 19 Uhr treffen sie zu Hause auf Zweitligist VfB Stuttgart, der mit Jana Spengler, Leonie Kopp und Celine Philipp gleich ein Trio in seinen Reihen hat, das früher für den Gäu-Klub auflief. Zudem beim VfB am Ball: die beiden Zwillingsschwestern Tamar und Fabienne Dongus aus Deckenpfronn.

Wiedersehen im Testspiel: Leonie Kopp (re.) vom VfB Stuttgart schnürte ihre Kickstiefel früher für den VfL Herrenberg. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Neuzugänge: Der Türk SV Herrenberg, Tabellenführer der Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen, vermeldet gleich vier Neue im Kader. Für die Defensive hat der Gäuklub Atakan Özpinar von Anadolu Reutlingen und Hakan Güney vom TSV Münchingen geholt. Hinzu kommen Allrounder Melih Erborazan von Anadolu Reutlingen und Mittelfeldspieler Ibrahim Bayrak von der SpVgg Holzgerlingen.

Lange Pause: Mit sage und schreibe 40 Toren hat Janik Michel vor gut einem Jahrzehnt fast im Alleingang den FC Gärtringen in die Verbandsliga geschossen. Nun droht dem 33-jährigen regionalliga-erprobten Vollblutstürmer, der seine Buden unter anderem auch schon für die SV Elversberg und den SSV Ulm 1846 machte, eine lange Verletzungspause. Beim Hallenturnier in Balingen zog er sich einen Achillessehnenriss zu. Er wird sich bei Verbandsligist FC Holzhausen, für den er in 200 Punktspielen nicht weniger als 210-mal ins Schwarze traf, nun vorerst aufs Daumendrücken beschränken müssen.