Heimerdingen obenauf, Heimsheim unten – ein Spiegelbild der Saison.
Heimerdingen obenauf, Heimsheim unten – ein Spiegelbild der Saison.Heimerdingen obenauf, Heimsheim unten dran Foto: Andreas Gorr

Die Bilanz der Saison in der Bezirksliga Enz-Murr fällt vor allem für den TSV Heimerdingen äußerst positiv aus.

Altkreis - Für die Altkreisteams war in der Bezirksliga-Saison einiges geboten. Die einen holten den Titel, andere retteten sich knapp vor dem Abstieg. Andere mussten am Ende doch runter. TSV Heimerdingen (1.) – meisterhaft Überlegen hat sich der Absteiger als Erster den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga gesichert. „Wir haben uns zusammengesetzt und gemeinsam die Fehler analysiert“, sagt der Trainer Andreas Broß, „und Schuldzuweisungen oder Feindseligkeiten gab es da absolut keine.“ Der TSV verstärkte sein Team vor allem mit jungen Spielern wie Pascal Coelho, Maik Bauer oder Felix Todten. „Dass die Jungs dann aber so einschlagen, da gehört immer ein wenig Glück dazu“, sagt der Übungsleiter. Mit zwölf Punkten Vorsprung stand die Broß-Elf am Saisonende auf Rang eins. Für die kommende Landesligaspielzeit hat der TSV zunächst den Klassenerhalt im Visier – und der soll mit einigen neuen Spielern gelingen. Felix Juhr kommt aus der eigenen A-Jugend, Fabian Hamm von den A-Junioren aus Gebersheim/Höfingen. Oliver Kudera stößt von Absteiger TSV Heimsheim zum Team, Adrian Martone und Sören Urschler kommen aus Renningen. Nicola Böhm und Benjamin Bürk wechseln von Landesliga-Absteiger KSG Gerlingen nach Heimerdingen. Als Abgänge stehen bislang einzig Ibrahim Öztürk (unbekannt) und Markus Riffert (TSV Heimerdingen II) fest. SpVgg Renningen (3.) – unglücklich Die SVR ist knapp am Relegationsplatz vorbeigeschrammt. Mit drei Punkten Rückstand auf den SV Kornwestheim verpasste die Mannschaft von Spielertrainer Wolfgang Buck die Möglichkeit, um hinter dem TSV Heimerdingen als zweite Altkreismannschaft aufzusteigen. Besonders ärgerlich für Buck: er gab nach der Saison seinen Trainerposten ab, wäre am abschließenden Spieltag aber nach einer langwierigen Verletzung wieder für einige Minuten einsatzbereit gewesen – dann aber fiel die Partie gegen das Schlusslicht Germania Bietigheim aus, und damit auch seine Abschiedsvorstellung vor heimischer Kulisse. Der neue Trainer heißt Anthony Nemetz, er rückt aus dem Aktivenkader an die Seitenlinie. Als Abgänge stehen bislang Sören Urschler und Adrian Martone (beide nach Heimerdingen) fest.

SKV Rutesheim II (4.) – zufrieden „Es ist schön, wenn andere im Voraus über einen sagen, dass man ein gutes Team hat“, sagt der Trainer Alexander Ziegler. Aber wie heißt es so schön: entscheidend ist auf dem Platz. Und da lieferte die junge Truppe der SKV-Reserve fast immer richtig gute Leistungen ab. „Wir haben ständig gut gearbeitet“, so Ziegler, „das sieht man auch daran, wie hervorragend sich unsere Jugendspieler entwickelt haben.“ Normalerweise brauche so etwas einen längeren Vorlauf. Zumal die Elf in der Winterpause den Trainerwechsel von Kai Fetzer hin zu Ziegler verarbeiten musste. Dass es nicht noch weiter nach oben ging, stört den neuen Coach, der das Amt auch in der kommenden Saison bekleidet, nicht im geringsten: „Wir schauen, dass wir die Klasse halten und weiterhin gute Jungs für unsere Erste Mannschaft ausbilden.“ Marcel Tews, Philipp Espenschied und Timo Schwarz hängen derweil ihre Kickstiefel an den Nagel. Dafür verstärkt sich die SKV II mit mindestens sechs A-Jugendlichen.

TSV Merklingen (12.) – haarscharf Ob die Entlassung von Trainer Christian Seeber den entscheidenden Impuls in Richtung Klassenerhalt gegeben hat, vermag der Sportliche Leiter des TSV, Holger Gresens, nicht zu sagen. Er übernahm die Mannschaft gemeinsam mit Seebers Vorgänger Achim Leber für die abschließenden vier Partien. „Es war am Ende ja auch sehr eng“, sagt er. Und ein knapperes Finish hätte man sich tatsächlich nicht ausdenken können – nur dank des besseren Torverhältnisses im Vergleich zum TV Pflugfelden vermied Merklingen den Gang in die Relegation. Für die kommende Spielzeit verpflichtete der TSV Jens Eng als spielenden Coach, Achim Leber vertritt ihn an der Linie. Aus Eltingen kommt der Mittelfeldakteur Gökhan Utku, vom GSV Maichingen stoßen Marius Hitzler (Außenverteidiger) und Julian Grüneberg (Mittelfeld) dazu. „Aus der A-Jugend kommt wohl auch noch ein Neuzugang hinzu, außerdem wollen wir noch den ein oder anderen etablierten Spieler holen“, sagt Gresens. TSV Heimsheim (14.) – enttäuscht Der Stachel des Abstiegs saß auch noch beim Trainingsabschluss mehr als eine Woche nach dem Saisonende tief. Der TSV hatte bis knapp 20 Minuten vor Schluss mit 2:0 gegen den direkten Konkurrenten aus Pflugfelden geführt. Doch am Ende stand ein 2:2 – Heimsheim war abgestiegen, Pflugfelden in der Relegation, Merklingen direkt gerettet. „Die Stimmung war danach miserabel“, berichtet der Trainer Patrick Kilian. Er beerbte Mitte März Uli Huber, der wegen der mangelnden Trainingsbeteiligung verärgert das Handtuch geworfen hatte. Eine Zielsetzung für die Saison in der Kreisliga A hat Kilian nicht. „Außer, dass die Mannschaft attraktiven Fußball spielen soll.“ Stammspieler wie Sandro Rumolino und Bülent Muratlar bleiben erhalten. Sechs A-Jugendliche stoßen zum Team, externe Neuzugänge stehen noch nicht fest. Dafür einige Abgänge: Oliver Kudera geht nach Heimerdingen, Vincenzo Carpanzano zum SV Perouse. Michael Müller schließt sich dem TSV Flacht an, Michael Bednarschik wechselt nach Gebersheim.

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