Die Fußball-Clubs aus dem Altkreis sind aktiv bei Testspielen und Vorbereitungsturnieren – der TSV Merklingen gewinnt Kindler-Cup bei der SpVgg Renningen. Der TSV Heimerdingen muss einen Ausfall wegstecken.
Pascal Haug flüchtet sich in Galgenhumor. „Es ist ja schon ein Erfolg“, sagt der Co-Trainer von Landesligist SKV Rutesheim, „wenn sich in den Testspielen keiner verletzt.“ So gesehen war die Partie gegen den gleichklassigen SV Huchenfeld ein doppelter Erfolg. 5:0 siegte die SKV durch Tore von Laurin Stütz (8./29./65.) sowie zwei Eigentore (23. und 62.).
Der badische Club war der „richtige Gegner zur richtigen Zeit“ (Haug) für die dezimierte Rutesheimer Truppe, die auf Kapitän Tobias Gebbert (Schulterverletzung), Hannes Obert (Knieprobleme), Lars Ludwig (Armbruch) und Alexander Wellert (Aufbautraining) verzichten musste. Die Rekonvaleszenten Tim Rudloff und Joshua Schneider tasteten sich mit Kurzeinsätzen über rund 20 Minuten wieder heran. Unter diesen Aspekten war Haug mit der Leistung zufrieden, ist aber überzeugt: „Löchgau zum Saisonstart wird ein deutlich schwierigerer Gegner.“
Das Verletzungspech macht auch nicht vor dem Verbandsligisten TSV Heimerdingen halt. Im Pokalspiel gegen die SGS Großaspach war Haris Gudzevic verletzt ausgewechselt worden – nun steht die Diagnose fest: Kreuzbandriss. Die Saison ist für den Stürmer vorbei, noch ehe sie begonnen hat.
Ohne nominellen Stürmer musste Pascal dos Santos Coelho beim Test gegen Landesligist GSV Pleidelsheim improvisieren. „Für unsere Personallage war die Leistung in Ordnung“, sagte der TSV-Spielertrainer nach dem 2:1-Erfolg durch Treffer von Gökay Muratlar und Casian Ulici vor der Pause. Vor allem die Steigerung nach dem Seitenwechsel notierte Coelho positiv, da hatten die Heimerdinger mit zwei Stürmern agiert. Zunächst mit Casian Ulici und Max Buschermöhle, der später von Finn Becker ersetzt wurde. „Gut, dass wir Spieler in unseren Reihen haben, die flexibel einsetzbar sind“, sagte der 31-Jährige.
Freude beim TSV Merklingen
Aber es gab auch einen Trainer, bei dem herrschte absolute Zufriedenheit: Gianluca Crepaldi vom TSV Merklingen. Seine Mannschaft hatte den Turniersieg beim Kindler-Cup der SpVgg Renningen abgeräumt – im Finale schlug der Bezirksligist die U 23 der SKV Rutesheim mit 3:2. Zunächst lag der TSV 0:1 zurück, dann drehten die Merklinger das Match durch Treffer von Kai Woischiski, Felix Laure und Jakob Wehl. Rutesheim gelang lediglich noch der Anschlusstreffer durch einen verwandelten Elfmeter. „Das war souverän“, meinte Crepaldi, „wir hätten auch höher gewinnen können. Wir sind in der Vorbereitung auf dem richtigen Weg.“
Platz drei für SV Leonberg/Eltingen
Platz drei hat der SV Leonberg/Eltingen belegt, der die Gastgeber von der SpVgg Renningen im kleinen Finale mit 3:2 besiegt hatten. Dabei lag der Alt-Bezirksligist gegen den Neu-Bezirksligisten zunächst mit 0:2 in Rückstand. „Wir haben den Start völlig verschlafen und standen zehn Minuten eigentlich gar nicht auf dem Platz“, sagte SV-Trainer Robert Gitschier.
Finley Strahl erzielte den Anschlusstreffer, und nachdem Gitschier in der Pause „noch mal richtig Rauch reingelassen“ fand der SV in die Spur. Ennio Ohmes traf aus dem Gewühl zum 2:2 – und Strahl staubte zum 3:2, nachdem der SVR-Keeper eine Ohmes-Freistoß nicht festhalten konnte. „Eigentlich wollten wir ja den Titel verteidigen“, sagte Gitschier, „wir brauchen noch den Monat bis zum Saisonstart, um fit zu werden.“
Umbruch bei der SpVgg Renningen
Bei den Renningern, für die Noah Geiger und Kaan Ekmen getroffen hatten, war Co-Trainer Felix Dietrich nicht völlig zufrieden. „Unsere Mannschaft muss erst noch zusammen finden“, sagte er, „wir hatten einen großen Umbruch – und außerdem ist der Stand in der Fitness noch nicht so, wie er sein sollte.“ Es bleiben für die Bezirksligisten vier Wochen bis zum Saisonbeginn. Verbandsliga und Landesliga starten in zwei Wochen.