Der Fellbacher ist für seine rote Karte gegen Holzhausen für sechs Spiele gesperrt worden.
Viele Zuschauer hatten sich am Samstagnachmittag nicht um den Fellbacher Kunstrasenplatz versammelt, um sich das Fußballspiel der Fellbacher Verbandsliga-Kicker gegen die Spitzenmannschaft vom TSV Berg anzusehen. Vielleicht waren es 60, die aber für ihr Eintrittsgeld bei der 3:7-Niederlage der Gastgeber immerhin jede Menge Tore zu sehen bekommen haben. Einer der Zaungäste war der SVF-Mittelfeldregisseur Patrick Fossi. Es war bereits das zweite Mal, dass der 29-Jährige nach seiner roten Karte im Heimspiel gegen den FC Holzhausen zum Zuschauen verdammt war. Und es war nicht das letzte Mal. Für seinen Ballwurf an den Kopf von Adrian Müller hat er eine Sperre von sechs Partien aufgebrummt bekommen. „Das war eine dumme Aktion von mir. Ich kann es mir auch nicht erklären“, sagt Fossi, der mit maximal vier Spielen Sperre gerechnet hatte. Weil der SV Fellbach am letzten Spieltag dieses Jahres (6./7. Dezember) spielfrei ist, muss Fossi auch noch am 28. Februar im Auswärtsspiel beim FC Rottenburg passen. „Da machst du die komplette Wintervorbereitung mit und musst dann noch mal aussetzen. Das ist ärgerlich“, sagt Fossi.
Thomas Bauer ist Spieler des Spiels
Wieder auf dem Feld stehen wird am kommenden Samstag im Spiel beim SSV Ehingen-Süd Abwehrchef Thomas Bauer. Der 21-Jährige war, obschon der Gegner sieben Tore geschossen hat, gegen den TSV Berg der Fels in der Brandung und der einzige Akteur, „der alle seine Zweikämpfe gewonnen hat“, sagt der Trainer Kiriakos Gountoulas. Bauer war zudem mit und gegen den Ball stark und hat mit einem leidenschaftlichen Dribbling bis weit in die gegnerischen Hälfte den 3:4-Anschlusstreffer von Torben Hohloch vorbereitet. Deshalb gebührt ihm zweifellos der Titel Spieler des Spiels aufseiten des SVF.
Rote Karte für Oeffingens Trainer Rico Scheurich
Die Partie zwischen dem TV Oeffingen und dem SV Leonberg/Eltingen war nicht übermäßig hitzig, aber hart umkämpft. Mit dem 0:0 im Landesliga-Spitzenspiel können die Gäste und die Oeffinger leben – auch wenn sich Maldin Ymeraj, der mitspielende Co-Trainer, über die zahlreichen auch von ihm vergebenen Torchancen grämte. Von dem vereinsübergreifenden Einvernehmen, was das Spielergebnis betrifft, war während der Partie am Spielfeldrand allerdings nichts zu spüren. Die Anspannung auf beiden Seiten gipfelte rund eine Viertelstunde vor Schluss in einer verbalen Auseinandersetzung zwischen TVOe-Trainer Rico Scheurich und einem SV-Betreuer. Dieser hatte sich schräg hinter der Oeffinger Bank auf der Tribüne aufgebaut und kommentierte unüberhörbar – und mit Vereinsbrille – das Geschehen auf dem Platz. Irgendwann wurde das dem Oeffinger Coach zu bunt, und er konterte mit Worten. Schiedsrichter Steve Henriß beendete daraufhin das lautstarke Geplänkel an der Seitenlinie mit der roten Karte für Rico Scheurich. Myrdon Gorica behielt derweil alle Zeit einen kühlen Kopf. Oeffingens Kapitän und Innenverteidiger verdiente sich mit Laufbereitschaft, Übersicht und Zuverlässigkeit den Titel Spieler des Spiels.
Die Spvgg Rommelhausen sorgt auch im Pokal für Furore
Als die Fußballer der Spvgg Rommelshausen im vergangenen Juni das Relegationsspiel gegen den 1. FC Hohenacker auf dem neutralen Platz in Rudersberg mit 2:3 verloren hatten und der Abstieg in die Kreisliga B damit besiegelt war, zeigte sich der Spielertrainer Rifaat Al-Shammaa sofort mutig und kämpferisch: „Wir werden als Meister in die Kreisliga A zurückkehren“, hatte er seinerzeit gesagt. Aktuell sind die „Römer“ um ihren erfolgreichsten Torschützen Claudio Paterno (acht Treffer) auf dem besten Weg, den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Nach zehn Spielen – am Sonntag gab es ein 3:3 gegen den SV Hegnach – führt das Team die Staffel 1 in der Kreisliga B mit 26 Punkten an, gefolgt vom SV Hegnach (24) und dem Mitabsteiger TV Stetten (21), die aber beide bereits eine Partie mehr absolviert haben. Und auch im Bezirkspokal sorgt der B-Kreisligist für Furore. Nachdem er zwei Bezirksligisten (TSV Schwaikheim, TSV Nellmersbach) und zwei A-Kreisligisten (FSV Waiblingen II, SV Remshalden) aus dem Wettbewerb geworfen hat, empfängt er an diesem Mittwoch, 19.30 Uhr, in der fünften Runde den A-Kreisligisten TSV Schornbach II. Gelingt der nächste Coup?