Zuschauer statt Abräumer: Joshua Trefz (li./im Spiel gegen die SG Schorndorf) fehlt am Samstag wegen einer Gelb-Rot-Sperre gegen den FV Löchgau. Foto: Andreas Gorr

Landesliga-Aufsteiger SV Leonberg/Eltingen empfängt Tabellenführer FV Löchgau und will dabei seine Ergebniskrise bekämpfen. Allerdings fehle einige Stammkräfte.

Dass Robert Gitschier kein Fußball-Träumer ist, hat der Trainer des SV Leonberg/Eltingen schon früh erkennen lassen: Als der Landesliga-Aufsteiger in der Hinrunde weit oben in der Tabelle stand, hat der 36-Jährige stets die Euphoriebremse gedrückt mit den Worten „wir müssen immer nach unten schauen, es werden auch Tage kommen, an denen es nicht so gut läuft“.

 

Dem Coach zu unterstellen, er habe damit die selbsterfüllende Prophezeiung herbeigeredet, wäre natürlich lächerlich – aber der SV rumpelt durch das Jahr 2026 mit nur vier Punkten aus acht Spielen. Nur noch sieben Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz sind es. Alarmstufe Gelb.

Nur vier Punkte aus acht Spielen

Und nun kommt an diesem Samstag (15.30 Uhr) in Tabellenführer FV Löchgau ein Hochkaräter in den Lewa-Sportpark, nachdem das Team zuletzt gegen das Leichtgewicht und damalige Schlusslicht SGM Krumme Ebene nicht über ein Remis (1:1) hinausgekommen war. „Das Spielglück ist gerade nicht auf unserer Seite“, sagt Robert Gitschier, „aber wir dürfen uns deshalb nicht verrückt machen lassen.“ Heißt: Auch gegen den Liga-Primus beginnt das Spiel bei 0:0, die Eltinger wollen beherzt auftreten, fleißig gegen den Ball arbeiten und sich die eine oder andere Chance erspielen.

Trainer Robert Gitschier: „Unser Saisonziel war von Beginn an der Klassenerhalt.“ Foto: Andreas Gorr

Eine Hypothek nimmt der SV allerdings mit in die Partie: in Bestbesetzung wird das Team nicht auflaufen. Joshua Trefz ist gesperrt (Gelb-Rot gegen die SGM Krumme Ebene), hinter den Einsätzen von Fabian Löwen (Knieprobleme) und Finley Strahl (Schmerzen in den Adduktoren) stehen dicke Fragezeichen, Marijan Salopek könnte beruflich verhindert sein – und Stürmer Sandro Seeber laboriert seit Wochen an Knieproblemen, die sich nicht beheben lassen. „Unser Kader ist nicht so breit, als dass ich jeden Spieler eins zu eins ersetzen könnte“, klagt Gitschier, „und es ist auch nicht vorteilhaft, wenn das Team immer wieder umgebaut werden muss.“

Dennoch, so versichert der Trainer, sei die Mannschaft trotz der andauernden Ergebniskrise mental intakt, die Stimmung sei im grünen Bereich. Um die angespannte Psyche ein klein wenig zu streicheln, geht es gegen den FV Löchgau wieder auf den Rasen, auf dem sich die Eltinger Kicker wohler fühlen als auf dem Kunstrasen. „Dort haben wir in der Vorrunde unsere Heimstärke dokumentiert“, betont Gitschier, „daran wollen wir ansetzen.“ Der FV Löchgau besitzt lediglich einen Trainingsplatz mit Naturrasen ...