Torben Hohloch verdient sich im Spiel beim FC Rottenburg Bestnoten. Foto: Günter Schmid

Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach starten nach der langen Winterpause mit einem 3:1-Sieg beim FC Rottenburg ins neue Kalenderjahr. Entscheidung fällt in der Schlussphase.

Aufatmen bei den Verbandsliga-Fußballern des SV Fellbach. Die erste Hürde nach der Winterpause ist erfolgreich genommen. Am Samstag siegte das Team um das Trainer-Duo Kiriakos und Nicos Gountoulas nach zwei späten Toren beim Aufsteiger FC Rottenburg mit 3:1 (1:1). Damit ist den Gästen auch die Revanche für die 2:4-Hinspielniederlage geglückt.

 

„Es war das berüchtigte erste Spiel im neuen Jahr, das keiner verlieren will“, sagt Kiriakos Gountoulas. Die Rottenburger hätten die Punkte im Kampf um den Klassenverbleib dringend gebraucht, die Fellbacher wollten den Abstand zu den Abstiegsrängen mit drei weiteren Zählern auf der Habenseite vergrößern. Entsprechend umkämpft war die Partie auf dem neuen, aber recht kleinen Kunstrasenplatz, wobei die Gäste in den ersten 30 Minuten klar die Oberhand hatten.

SVF vergibt beste Einschussmöglichkeiten

Die 1:0-Führung in der 25. Minute war denn auch durchaus verdient. Nachdem der agile Torben Hohloch im Strafraum von den Beinen geholt worden war, verwandelte Rafael Terpsiadis den fälligen Strafstoß sicher. Im letzten Drittel der ersten Hälfte haben dann zwar die Gastgeber das Zepter übernommen, ohne sich dabei allerdings hochkarätige Chance zu erspielen. Der SVF hingegen hatte zuvor noch beste Einschussmöglichkeiten gehabt, doch Sirin Emre Durmus hatte zweimal seinen Meister in FC-Keeper Julian Häfner gefunden, und Zugang Kristijan Dulabic – der wie der aus der A-Jugend aufgerückte Niklas Loraing sein Startelfdebüt feiern durfte – hatte den Ball nach einer Flanke aus dem Halbfeld über das Tor geköpft.

Der Ausgleich ist ein Geschenk der Fellbacher

Nach Wiederanpfiff war das Momentum weiterhin bei den Rottenburgern, die dann – mit großer Unterstützung der Gäste – auch das 1:1 erzielten. SVF-Innenverteidiger Thomas Bauer hatte den Ball von der eigenen Eckfahne in den Strafraum gespielt, allerdings direkt vor die Beine von Lukas Behr, der das Geschenk dankend annahm (51.). Levin Härtel, der im SVF-Tor aufgrund seiner spielerischen Stärke das Vertrauen der Trainer bekommen hatte, war machtlos. „Wir haben nach der Pause viel zu viele Fehler gemacht und den Gegner damit wieder ins Spiel gebracht“, sagt Kiriakos Gountoulas.

Glückliches Händchen mit den Einwechslungen

Jedoch hat sich der SVF-Verbund, der diesmal im klassischen 4:4:2-System agierte, dann noch einmal berappelt und mit dem Tor von Mert Ali Icmez zum 2:1 (88.) die Weichen auf Sieg gestellt. Mit seiner Einwechslung und der von Ibrahim Njie hatten die Trainer zuvor ein glückliches Händchen bewiesen. Denn nach einem Chipball von Alban Kastrati auf Njie hatte dieser die Kugel mit Übersicht auf Icmez weitergeleitet.

Der abermalige Führungstreffer hätte freilich auch schon früher fallen können, wenn denn ein weiteres Foul im Strafraum am auffällig agierenden Torben Hohloch erneut vom Unparteiischen Jonas Rosenberger (Spvgg Bissingen) geahnt worden wäre. Doch diesmal war der Pfiff ausgeblieben.

Tobias Hohloch trifft aus 30 Metern

Die endgültige Entscheidung besorgte schließlich Tobias Hohloch in der fünften Minute der Nachspielzeit. Nachdem FC-Trainer Marc Mutschler volles Risiko gegangen war und auch seinen Torwart bei einem Freistoß in den Fellbacher Strafraum beordert hatte, war das Tor der Gastgeber verwaist. In dem Riesengetümmel verteidigten die Fellbacher zunächst drei Schüsse der Gäste, ehe der Ball bei Tobias Hohloch landete, der mit diesem noch rund 20 Meter marschierte und ihn dann aus 30 Metern ins leere Tor schoss – 3:1.

Das nächste Spiel bestreitet der SVF am kommenden Samstag, 15 Uhr, daheim gegen das Liga-Schlusslicht VfR Heilbronn. Die Fellbacher Trainer erwarten eine schwierige Aufgabe, zumal die Gäste in der Winterpause personell noch einmal aufgestockt haben.

    SV Fellbach: Härtel – Buzhala, Kastrati, Thomas Bauer, Loraing – Kara (65. Icmez), Tobias Hohloch (90.+6 Calemba) – Torben Hohloch, Terpsiadis (89. Martinovic), Dulabic (60. Heilig), Durmus (76. Njie).