Fußball Stuttgarter Kickers holen Stadler vom KSC

Von Jürgen Frey 

Neuer Linksverteidiger beim Trainingsstart am Ball. Evers und Bogdan Müller bleiben ein Thema.

Stuttgart - Von der ganz großen Drittliga-Euphorie war an diesem Donnerstag noch wenig zu spüren. Wie immer beim Trainingsstart der Stuttgarter Kickers in den vergangenen Jahren wollten 50 Neugierige den lockeren Aufgalopp im ADM-Sportpark sehen.

Zur Belohnung bekamen die Treuesten der Treuen einen Neuzugang präsentiert, der erst am Vormittag einen Zweijahresvertrag unterschrieben hatte: Thorben Stadler (22) vom künftigen Ligarivalen Karlsruher SC. Der Linksverteidiger hat in zwölf Zweitligaeinsätzen ein Tor erzielt, sechsmal war er in der U-17-Nationalmannschaft des DFB am Ball. „Thorben hat für sein junges Alter schon viel Erfahrung“, sagt Präsidiumsmitglied Guido Buchwald, „eine seiner Stärken ist, dass er viel Dampf nach vorne macht.“

Mit der Verpflichtung von Stadler sind die Planungen noch nicht abgeschlossen. Wahrscheinlich wird Kai-Bastian Evers (22/SF Lotte) den Aufsteiger noch verstärken. Der frühere Jugendspieler von Borussia Dortmund und Ex-Drittligaakteur des SV Babelsberg trainierte am Donnerstag mit. Evers ist für die rechte defensive Seite eingeplant, kann aber auch links spielen.

Außerdem bleibt Bogdan Müller (24) vom KSC ein Thema. Der zweitligaerfahrene Offensivmann für die rechte Außenbahn soll in zehn Tagen, nach ausgeheiltem Muskelbündelriss im Oberschenkel, ins Training einsteigen. Nach dem Medizincheck könnte bei dieser Personalie dann alles ganz schnell ­gehen.

"Alle Spieler passen sportlich, wirtschaftlich und charakterlich zu uns"

Klappen die Transfers von Evers und Müller, wären die Planungen abgeschlossen. Markus Krauss (Fortuna Düsseldorf II), Sandrino Braun, Kevin Dicklhuber (beide SC Pfullendorf) und Marcos Alvarez (Eintracht Frankfurt II) standen schon länger als Zugänge fest. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter der Vertragsverlängerung von Ali Pala. Besteht der Offensivspieler die Belastungstests im Training, spricht jedoch alles für einen leistungsbezogenen Kontrakt.

Trainer Dirk Schuster ist mit seinem ­neuen Kader zufrieden. „Alle Spieler passen sportlich, wirtschaftlich und charakterlich zu uns, wir werden wieder eine Mannschaft haben, die über die Euphorie und den Teamspirit kommen wird.“ Das Ziel für die am 20./21./22. Juli beginnende Saison steht für den Coach jetzt schon fest: „Für uns geht es nur um den Klassenverbleib. Die dritte Liga wird eine Riesenherausforderung für uns.“

Das erste Testspiel bestreiten die Blauen an diesem Sonntag (15.30 Uhr) beim Hohenloher Bezirkspokalsieger SG Sindringen-Ernsbach. Dann werden sicher auch mehr als 50 Zuschauer am Spielfeldrand stehen.

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