Sechs Mannschaften kämpfen bei der Premiere des Städte-Cup um den Turniersieg. Foto: SVB/VfL

Mit dem Städte-Cup feiern der VfL Sindelfingen und die SV Böblingen gemeinsam die Premiere eines neuen Fußballformats. Insgesamt sechs Mannschaften mischen am Samstag und Sonntag mit.

Es war eines dieser vielen kleinen Gespräche unter Bekannten, welche bei der Hallenfußball-Gala im Glaspalast gang und gäbe sind. Thomas Siegmund, Trainer der SV Böblingen, kam auf Bastian Bothner, sportlicher Leiter beim VfL Sindelfingen, zu und hatte einen Vorschlag: ein kleines aber feines Turnier mit sechs Mannschaften in der Sommervorbereitung. Die Geburtsstunde des Städte-Cup.

 

Ganz neu ist die Idee freilich nicht. In ähnlicher Form gab es das auch früher schon, beispielsweise in den 1990ern von der Kreiszeitung Böblinger Bote organisiert. „Ich habe gleich gesagt, das hört sich cool an. Lass uns das auf jeden Fall machen“, erzählt Bastian Bothner. Er und Thomas Siegmund sowie SVB-Urgestein Fabian Schragner und der ehemalige sportliche Leiter Marco Gallo trieben die Pläne in einer WhatsApp-Gruppe weiter voran, und an diesem Wochenende feiert der Städte-Cup nun Premiere.

Neben den beiden Vereinen, die das Ganze initiiert haben, mischen auch noch der GSV Maichingen, der TSV Dagersheim, der VfL Nagold und der TSV Bernhausen mit. Die Vorrunde wird am Samstag in zwei Dreiergruppen im Modus jeder-gegen-jeden ausgetragen. Die Spielzeit beträgt jeweils zweimal 30 Minuten. „Damit die Jungs nicht zu sehr belastet werden“, begründet Bastian Bothner. Am Sonntag heißt es bei den Platzierungsspielen dann Gruppenerster gegen Gruppenerster, Zweiter gegen Zweiter und Dritter gegen Dritter. Hier werden jeweils zwei reguläre Halbzeiten mit insgesamt 90 Minuten absolviert.

Angefragt hatten die Organisatoren auch den TV Darmsheim und die SpVgg Holzgerlingen, für die der Städte-Cup allerdings zu früh kam, da sie später in die Vorbereitung einsteigen. Der TSV Ehningen hatte zum Zeitpunkt der Einladung bereits ein Trainingslager für dieses Wochenende gebucht. Auch wenn dadurch weniger Lokalkolorit vertreten sein kann, ist das Niveau dennoch hoch, und das Turnier hat damit auch einen sportlichen Wert für die Teilnehmer.

„Es ist eine Bestandsaufnahme, bei der man sehen kann, wie weit die Spieler vor allem körperlich sind, wenn es noch ein bisschen anstrengender wird“, nickt Bastian Bothner. „Außerdem gibt es sicherlich schon Anhaltspunkte, wie sich die Neuzugänge integrieren, und wer davon eine wichtige Rolle einnehmen kann.“ Und natürlich könne man auch mit einem Auge ein wenig auf die Konkurrenz schielen, um zu sehen, wie diese aufgerüstet hat.

Gespannt sind die Verantwortlichen auch darauf, wie die Zuschauer den Städte-Cup annehmen. „Ich hab’ da ein ganz gutes Gefühl“, sagt Bastian Bothner. „Man kann den ganzen Tag Fußball schauen und in kurzer Zeit einige Derbys sehen.“ Die Entzugserscheinungen sind damit passé. Im Floschenstadion warte zudem ein Weißwurstfrühstück auf die Besucher. Wenn die Erstauflage ein Erfolg wird, dürfte eine Fortsetzung beschlossene Sache sein. Dann vielleicht an anderen Spielorten.

Städte-Cup

Vorrunde am Samstag im Floschenstadion in Sindelfingen:
VfL Sindelfingen – GSV Maichingen (11 Uhr), VfL Sindelfingen – VfL Nagold (12.15 Uhr), GSV Maichingen – VfL Nagold (13.30 Uhr).

Vorrunde am Samstag im Stadion am Silberweg in Böblingen:
SV Böblingen – TSV Dagersheim (14 Uhr), SV Böblingen – TSV Bernhausen (15.15 Uhr), TSV Dagersheim – TSV Bernhausen (16.30 Uhr).

Finalspiele am Sonntag im Stadion am Silberweg in Böblingen:
Spiel um Platz fünf (11.30 Uhr), Spiel um Platz drei (13.45 Uhr), Finale (16 Uhr).