Die Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Herrenberg geben trotz der fünften Niederlage in Folge nicht auf. Der TSV Grafenau gewinnt derweil das Regionenliga-Derby gegen die SGM Nufringen/Emmingen/Jettingen.
Nach der fünften Niederlage in Folge rückt der Regionalliga-Klassenerhalt für die Fußballerinnen des VfL Herrenberg in immer weitere Ferne. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt nach dem 0:3 beim Karlsruher SC sieben Punkte.
„Noch ist nichts entschieden“, sagt Trainer Steven Riechers kämpferisch bei noch vier ausstehenden Partien. Denn es gibt Hoffnung: Es könnte gut sein, dass auch der zehnte Tabellenrang zum Klassenverbleib ausreicht. Von diesem ist der Gäu-Klub gerade einen Zähler entfernt. „Mindestens diesen Platz wollen wir noch einholen“, betont der Coach.
VfL Herrenberg gibt sich beim Karlsruher SC nicht auf
Was ihm Mut macht: „Ich habe keine Mannschaft gesehen, die sich aufgegeben hat.“ Ganz im Gegenteil: Seine Schützlinge zeigten auch im Badischen einen engagierten Auftritt. Allerdings belohnten sie sich dafür einmal mehr nicht, denn: „Was uns aktuell fehlt, ist die letzte Konsequenz.“
Daran, dass die Niederlage verdient war, gab es dennoch wenig zu rütteln. „Mit ganz viel Glück nehmen wir hier einen Punkt mit“, meinte Riechers. Doch diese Hoffnung hatte sich bereits nach einer Viertelstunde zerschlagen. Annika Schmidt sprang der Ball unglücklich aus kurzer Distanz im eigenen Sechzehner an die Hand. Melissa Zweigner traf per Strafstoß zur Führung für die Gastgeberinnen (13.). Eine missglückte Flanke von Paulina Rothenberger wurde immer länger und senkte sich zum 2:0 ins lange Eck (39.). „Die Tore kassieren wir maximal unglücklich“, kommentierte Riechers.
In stärkster Phase trifft der VfL Herrenberg bei Karlsruher SC den Pfosten
Dennoch damit gab sich seine Truppe noch nicht geschlagen. In der stärksten Phase wäre beinahe der Anschlusstreffer gefallen, doch Christina Riechers traf nur den Pfosten. „Wenn der reingegangen wäre, dann wäre vielleicht noch was gegangen.“ Doch so sorgte Mathilda Dillmann kurz vor Schluss für den Endstand (85.). „Ich hoffe, dass wir den Schalter noch einmal umlegen können“, so der Übungsleiter. Sicherlich nicht hilfreich für das junge Team ist es dabei, dass nun schon wieder ein spielfreies Wochenende ansteht. Am 3. Mai steigt dann die nächste Partie beim KSV Hessen Kassel.
VfL Herrenberg: Knies, Claar, Baumann (46. P. Schmidt), Czech, Riechers, Lennartz (67. Brunnenmiller), Sock, Delisimunovic (46. Schiewe), Rahm (80. Della Latta), Marquart (67. Wirth), A. Schmidt.
TSV Grafenau gewinnt das Regionenliga-Derby gegen den SV Nufringen
In der Regionenliga, Staffel IV, hat der TSV Grafenau den zweiten Heimsieg in Folge eingefahren – und diesen mit 2:1 auch noch im Derby gegen die SGM Nufringen/Emmingen/Jettingen. „Das schmeckt natürlich besonders gut“, grinste Trainerin Nina Steger. Nach der 2:4-Niederlage im Pokalhalbfinale bei der SpVgg Feuerbach eine Woche zuvor hatte sie nur mit Mühe und Not eine Mannschaft zusammenbekommen. „Deshalb wollten wir die Partie eigentlich verlegen.“ Der Gegner hätte jedoch nicht zugestimmt.
Also machten die Gastgeberinnen aus der Not eine Tugend: Spielführerin Anna Krämer sorgte nach einer für das 1:0 (30.), doch kurz vor der Pause glich Vanessa Pfeil per Strafstoß wieder aus (41.). Im zweiten Durchgang wäre für beide Teams der Siegtreffer möglich gewesen. „Ich wäre deshalb auch mit einem Punkt zufrieden gewesen“, räumte Steger ehrlich ein. Doch in der Schlussphase bekam auch ihr Team einen Strafstoß zugesprochen – und Leslia-Ann Assfalg verwandelte (84.). „Wenn es drauf ankommt, sind wir einfach da“, lobte Steger den starken Zusammenhalt ihres Teams.
In der Verbandsliga rückt der VfL Sindelfingen Ladies an Platz zwei heran
Mit dem 3:1-Erfolg beim SV Eutingen II hat auch der VfL Herrenberg II den zweiten Sieg in Folge in der Regionenliga, Staffel IV, geschafft. „So langsam kommen wir wieder besser in Fahrt“, freute sich Coach Steffen Bohle. Innerhalb von einer Viertelstunde sorgten Jacqueline Stepak, Rebecca Zahner und Melodie Kutzner für die Erfolgserlebnisse. Damit hat sich die Zweite des Gäuklubs ein kleines Polster auf die hinteren Plätze erarbeitet.
Nach einer Niederlage, einem Unentschieden und einer Absage des Gegners hat der VfL Sindelfingen Ladies in der Verbandsliga nun auch sportlich den ersten Sieg des Jahres eingefahren. Mit 3:2 setzte sich der ehemalige Erstligist beim SV Eutingen durch. Damit ist er wieder auf zwei Punkte an den zweiten Platz herangerückt. „Das war ganz wichtig“, schnaufte Teammanager Marc Pflieger durch. „Eine Topleistung der gesamten Mannschaft.“ Nach dem 0:1-Rückstand drehten Annika Hagemann per Elfmeter und Christina Kourtoglou die Partie noch vor dem Seitenwechsel. Leonie Fischer legte das 3:1 nach, dazu parierte Ida-Maria Witzigmann einen Strafstoß. Der Anschlusstreffer des Kontrahenten fiel erst in der Nachspielzeit.