Verlassen den VfL Herrenberg mit sofortiger Wirkung: Steven Riechers (re.) und sein Co-Trainer Bülent Namdar. Foto: Kevin Schuon

Bei den Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Herrenberg war der Trainerwechsel eigentlich erst für die kommende Saison vorgesehen – nun kommt er früher als geplant, nämlich schon jetzt.

Es war ohnehin geplant, dass Steven Riechers die Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Herrenberg zum Saisonende verlässt. Nun kommt es vier Wochen vorher zur frühzeitigen Trennung.

 

„Ich habe mir das Ende natürlich anders vorgestellt“, so der scheidende Trainer. „Doch es geht hier nicht um meine persönlichen Befindlichkeiten, sondern darum, was das Beste für die Mannschaft ist.“ Nach vielen Gesprächen mit der Vereinsführung in den vergangenen Tagen sind alle Beteiligten zu dem Schluss gekommen, „dass wir noch einmal einen neuen Impuls setzen wollen.“

Patrik Recknagel kann beim VfL Herrenberg frühzeitig einspringen

Bereits nach dem 1:6-Debakel beim SC Sand II hatte Riechers den Verantwortlichen diesen Schritt angeboten. Über das spielfreie Wochenende kam das Thema nun erneut auf den Tisch. Diesmal mit einem anderen Ergebnis. Auch, weil Patrik Recknagel signalisierte, dass er frühzeitig einspringen kann. „Da im Sommer sowieso ein Umbruch ansteht, hat das für alle absolut Sinn gemacht“, so Riechers. Zumal die Luft in den vergangenen Wochen spürbar raus war.

Nun wollen die Verantwortlichen mit diesem Schritt vor dem wichtigen Spiel beim KSV Hessen Kassel dafür sorgen, dass die Köpfe der Spielerinnen wieder nach oben gehen. „Ich drücke ihnen die Daumen, dass es noch klappt mit dem Klassenerhalt“, betont Riechers, dass er keinesfalls im Bösen geht. „Wenn ich dem Team mit diesem Schritt helfen kann, dann ist das für mich kein Problem.“

VfL Sindelfingen Ladies lassen in der Verbandsliga Punkte liegen

Der VfL Sindelfingen Ladies hat mit dem 2:2 gegen den SV Jungingen in der Verbandsliga unglücklich Punkte liegenlassen. „Wir waren die ersten 20 Minuten nicht auf dem Feld“, haderte Team-Manager Marc Pflieger. Das nutzten die Gäste aus, um durch einen Doppelpack von Clara Lorenz (17., 21.) in Führung zu gehen. „Doch dann haben wir uns berappelt.“ Leona Fischer (33.) und Emine Ünalan (53.) schafften den Ausgleich. „Wir hätten das Spiel sogar noch gewinnen können“, fand Pflieger.

In der Regionenliga, Staffel IV, kommt der TSV Grafenau langsam in Fahrt. Mit dem 3:2 bei der SG Locherhof/Mariazell hat er den dritten Sieg in Folge eingefahren. Nelly Kruse brachte die Gäste per Distanzschuss in Führung (13.). Leslie-Ann Assfalg legte das 2:0 mit einem direkten Freistoß nach (17.). „Bis dahin sah es gut aus“, sagte TSV-Trainerin Nina Steger. „Doch dann haben wir den Faden verloren.“ Mit zwei Treffern schaffte Hannah Schreiber den Ausgleich (26., 58.). Doch kurz danach staubte Maja Gerlach zum Auswärtssieg ab (60.). „Genau so müssen wir jetzt weitermachen“, fordert Steger.

Der TSV Grafenau feiert einen knappen 3:2-Auswärtssieg bei der SG Locherhof/Mariazell. Foto: privat

SGM Nufringen/Emmingen/Jettingen mit nächstem Rückschlag

Bei der SGM Nufringen/Emmingen/Jettingen geht der Blick dagegen langsam wieder nach unten. Eine Woche nach der Derby-Niederlage gegen Grafenau gab es mit einem 1:2 auch bei der SpVgg Leidringen nichts zu holen. Zwar brachte Jasmin Roll (40.) ihre Farben in Führung, doch Ann-Kathrin Wille (52.) und Lena Märklin (63.) drehten die Begegnung. Am Ende standen die Gäste erneut mit leeren Händen da. Am Mittwochabend (19.30 Uhr) steht gegen die TSG Wittershausen bereits die nächste Begegnung an.

Mit einer 0:1-Niederlage beim direkten Konkurrenten SV Unterdigisheim musste auch der VfL Herrenberg II nach zuletzt zwei Erfolgen einen Rückschlag hinnehmen. „Das war ein eher dürftiger Auftritt“, räumte Trainer Steffen Bohle resigniert ein. Seine Schützlinge reisten ersatzgeschwächt an und brachte kaum Power auf das Feld. Das nutzte Arianna Leoni (16.) für den Gegner. „Wir wollen es am Sonntag im Derby gegen Nufringen wieder besser machen“, so Bohle.